Hamburger SV

"Der perfekte Zeitpunkt": Meffert zum Stadtderby auf St. Pauli

Meffert freut sich aufs Derby am Freitag. Foto: Getty Images
Meffert freut sich aufs Derby am Freitag. Foto: Getty Images

Der Hamburger SV gastiert am Freitagabend im Stadtderby beim FC St. Pauli. Es ist auch das Duell an der Tabellenspitze zwischen dem Spitzenreiter, der viel öffentliches Lob erhält, und seinem wegen einer eklatanten Auswärtsschwäche oftmals kritisierten ersten Verfolger. Jonas Meffert findet die Konstellation für den HSV gar nicht so schlecht.

Akute Auswärtsschwäche

"Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, weil viele sagen: 'Ah, die spielen auswärts, da läuft es ja eh nicht.' Das ist für uns eine Motivation, es besser zu machen", zitiert die Hamburger MOPO den Mittelfeldmann. Der HSV hat nach sieben Heimspielen die perfekte Bilanz von sieben Siegen, auf fremden Plätzen aus ebenso vielen Partien aber erst sechs Zähler. Umso bemerkenswerter ist, dass die Rothosen am Freitagabend mit einem deutlichen Sieg auf St. Pauli neuer Tabellenführer der 2. Liga wären.

"... die Mannschaft hat am Ende auch gewonnen"

Dafür müsste man den Kiezkickern die erste Saisonniederlage zufügen. "Ich finde, dass sie sehr attraktiven und stabilen Fußball spielen", lobt auch Meffert den Gegner. Gerade im Duell zwischen den Stadtrivalen sei aber die grundsätzliche Qualität nur ein kleines Mosaiksteinchen. "Ich habe jetzt vier Derbys gespielt. Die Mannschaft, die von Anfang an da war, die es mehr wollte, die direkt da war und das Heft des Handelns in die Hand genommen hat, die hat am Ende auch gewonnen", erklärt Meffert.

"Das hat noch nicht so viel Aussagekraft"

Die letzten fünf Hamburger Stadtderbys sind dabei an die jeweilige Heimmannschaft gegangen, im April feierte der HSV nach äußerst wildem Ritt ein 4:3. Weil das Spiel so spät in der Saison kam, sieht Meffert es im Vergleich zum Duell am Freitag als die brisantere Konstellation, die der HSV gut meistern konnte. "Dieses Mal ist es der 15. Spieltag, da hat das noch nicht so viel Aussagekraft", so der 29-Jährige. Gewinnen will der HSV dennoch unbedingt.

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Lars Pollmann  
29.11.2023