Rechtsverteidiger fällt wohl für Champions League aus

Pavard-Aus: Warum auch Chris Richards eine Alternative sein könnte

Darf Chris Richards nach seinem Profidebüt für den FC Bayern demnächst auch in der Königsklasse jubeln? Foto: Getty Images

Französischen Medienberichten zufolge muss der FC Bayern München in der Champions League auf Rechtsverteidiger Benjamin Pavard verzichten. Die Alternativen für den Nationalspieler sind beim deutschen Rekordmeister allerdings rar gesät. Aus der U23 könnte theoretisch Hilfe kommen.

Der Traum vom "Triple" lebt beim FC Bayern München. Nach Deutscher Meisterschaft und Pokalsieg wollen die Münchener auch beim Finalturnier der Champions League ab dem 12. August erfolgreich sein und nach 2013 zum zweiten Mal das Triple an die Isar holen. Doch wie die französische L'Equipe berichtet muss der deutsche Rekordmeister dort auf Rechtsverteidiger Benjamin Pavard verzichten. Der 23-Jährige soll sich eine Bandverletzung an der linken Fußwurzel zugezogen haben und vier bis sechs Wochen ausfallen. Der FC Bayern kommunizierte zwar noch keine Ausfallzeit, bis zum Rückspiel im Achtelfinale gegen den FC Chelsea am 8. August allerdings dürfte es so oder so knapp für Pavard werden. 

Odriozola einzige etatmäßige Alternative

Die Personalie Pavard ist dabei äußerst problematisch für Trainer Hansi Flick. Neben dem Franzosen besitzt der nämlich mit dem Spanier Alvaro Ordiozola nur noch einen etatmäßigen Rechtsverteidiger im Kader. Die Leihgabe von Real Madrid wurde im Februar nachnominiert und wäre noch für das Königsklassenturnier spielberechtigt, hat aber gerade einmal 160 Pflichtspielminuten für die Bayern absolviert und sich nicht aufgedrängt. Eine Rückversetzung von Joshua Kimmich wäre naheliegend, der hat sich im Laufe der Saison in der Zentrale aber eigentlich unverzichtbar gemacht. Sollte Flick das dennoch in Erwägung ziehen, dürfte Thiagos Stunde im Mittelfeld schlagen. Der Spanier, der die Münchener in diesem Sommer wohl noch verlassen wird, könnte sich nochmal beweisen wollen.

Richards könnte durch die B-Liste nominiert werden

Ein potentieller Kandidat wäre neben Lars-Lukas Mai aber auch Innenverteidiger Chris Richards aus der eigenen U23. Der 20-jährige Verteidiger wurde mit der Reserve des deutschen Rekordmeisters Meister in der 3. Liga (30 Spiele, vier Tore) und spielte dort in der Hinserie fast ausschließlich auf der rechten Defensivseite. Laut UEFA-Regelarien dürfte der US-Amerikaner auf der sogenannten B-Liste auftauchen und entsprechend für den Kader nominiert werden, weil er nach dem 1. Januar 1998 geboren wurde und bereits seit zwei Jahren beim FC Bayern unter Vertrag steht. Richards gilt als Toptalent in der Defensive, feierte am 33. Spieltag gegen den SC Freiburg sein Bundesligadebüt für die Profis und soll im dortigen Kader mittelfristig ohnehin integriert werden. Möglich, dass das nun schon früher passiert. Obgleich das Szenario mit Kimmich deutlich realistischer erscheint.

Profile picture for user Benjamin Heinrich
Benjamin Heinrich  
28.07.2020