SGE-Stürmer kämpft um seine Chance

Paciencia: "Ich werde versuchen, den Trainer zu überzeugen, damit er seine Meinung ändert"

Goncalo Paciencia (l.) will sich in Frankfurt durchsetzen. Foto: Imago.
Goncalo Paciencia (l.) will sich in Frankfurt durchsetzen. Foto: Imago.

Nach einer komplizierten Saison beim FC Schalke 04 kehrte Goncalo Paciencia zu Eintracht Frankfurt zurück. Der Portugiese ist überzeugt, sich bei den Hessen zurückkämpfen zu können.

In der Vergangenheit musste Goncalo Paciencia einige Rückschläge überwinden. In der Saison 2018/19 fehlte der Angreifer wegen eines Meniskusrisses von September 2018 bis Januar 2019, in der darauffolgenden Saison setzte ihn eine muskuläre Verletzung von Mai bis Juni 2020 außer Gefecht, in der abgelaufenen Spielzeit bedeutete eine Knieverletzung eine Zwangspause von November 2020 bis März dieses Jahres. 

Nominierung für Europa-League-Kader als Ansporn

Diese Verletzungshistorie macht das Vorhaben, sich nach der Rückkehr bei Eintracht Frankfurt durchsetzen, schwer. Noch größer wird die Hürde durch die Konkurrenz um Rafael Borre, Sam Lammers und Ragnar Ache. Allerdings wurde letztgenannter nicht für den Europa-League-Kader nominiert - Paciencia hingegen schon. "Es war gut für mich. Ich habe dafür gearbeitet. Das ist jetzt wie eine erste Belohnung", freut sich der 27-Jährige im Interview mit der Bild-Zeitung.

"Ich weiß, dass ich noch einiges verbessern muss"

Nichtsdestotrotz wartet ein langer Weg auf den Stürmer, der in 63 Pflichtspielen für die Eintracht 15 Tore erzielt hat. "Nach fast sieben Monaten Pause war meine Rückkehr hier nicht einfach. Ich war nicht richtig fit. Habe in manchen Momenten an die Verletzung und an vieles, was in der Vergangenheit passiert ist, gedacht", sagt Paciencia, der betont: "Ich weiß, dass ich noch einiges verbessern muss. Der Trainer sagt mir, was er will. Und ich versuche, das zu tun." 

Keine Angst vor der Konkurrenz

Die Konkurrenz bereitet ihm dabei weniger Sorgen: "Wir hatten unter anderem Haller, Rebic, Jovic, Dost und Andre Silva. Trotzdem bekam ich meine Einsätze. Ich bin auch da, um Rafa Borre, Sam Lammers und den anderen zu helfen. Trotzdem kämpfe ich auch für meine Chance", so Paciencia, der sich über das Mannschaftstraining eine neue Chance erarbeiten will: "Im Fußball zählt nicht nur das Spiel, sondern auch das Training, die tägliche Arbeit auf und neben dem Platz. Wenn der Trainer dich aufstellt, musst du alles geben. Ich akzeptiere die Bank, wenn der Trainer das entscheidet. Aber ich werde versuchen, ihn im Training zu überzeugen, damit er seine Meinung ändert."

Florian Bajus  
10.09.2021