Eintracht Frankfurt

"Optimismus nicht sehr groß": Hellmann erwartet neue Einschränkungen

Frankfurt spielt wenigstens noch zweimal vor bis zu 40 000 Fans. Foto: Getty Images
Frankfurt spielt wenigstens noch zweimal vor bis zu 40 000 Fans. Foto: Getty Images

Die galoppierenden Infektionszahlen in der Bundesrepublik besorgen auch die Klubs der Bundesligen. In Sachsen sind schon Geisterspiele angesetzt, in Bayern die Kapazität der Stadien auf 25 Prozent gekappt. Auch anderswo erwarten Macher wie Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt neue Einschränkungen.

"Ich glaube nicht, dass wir mit 3G-Modellen über den Winter kommen. Ich bin nicht naiv. Ich habe die Befürchtung, dass sich das weiter einengt, und dann wird das stark in Richtung 2G und 2G+ gehen. Mein Optimismus ist nicht sehr groß", erklärt der Vorstandssprecher der Hessen gegenüber dem hr. Jeder Einschnitt bei den Zuschauerzahlen geht zulasten der Kassen der Bundesliga-Klubs, dennoch äußert Hellmann in der aktuellen Lage Verständnis, "wenn es zu Einschränkungen kommt".

"Gibt kein klares politisches Konzept"

Dabei erhebt der 50-Jährige auch deutliche Kritik gegenüber den politischen Entscheidungsträgern in Deutschland. Gerade in Bezugnahme auf die Impfkampagne seien Fehler erfolgt, die heute ausgebadet würden. "Meine Hoffnung, dass die Pandemie gut gemanagt wird, hier in diesem Land, ist auf einem niedrigen Niveau. Es gibt kein klares politisches Konzept", prangert Hellmann an.

"Fünf Tage Reaktionszeit"

Für Verärgerung bei der Eintracht sorgt dabei nicht zuletzt, dass Entscheidungen häufig eher kurzfristig eingehen. "Wir können nicht jedes Mal einen Bundesligabetrieb kurzfristig anwerfen, wenn wir fünf Tage Reaktionszeit haben. Das klappt nicht in unserer internen Organisation, und das klappt nicht für die Fans." Für die Heimspiele in der laufenden Woche gegen Royal Antwerpen und Union Berlin plant Frankfurt mit bis zu 40 000 Anhängern. Was im Dezember passiert, weiß weder Hellmann noch sonst wer bei der Eintracht.

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Lars Pollmann  
23.11.2021