Mit Abstand und Maske funktioniert nicht

Ohne Abstand und Masken: Union plant Testspiel für volle Ränge

Union will die Reihen auf den Tribünen füllen. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Union will die Reihen auf den Tribünen füllen. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Union Berlin hat am Samstag zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison daheim gegen den FC Augsburg verloren. Dabei waren weniger als 5 000 Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei. Geht es nach den Eisernen, soll die Spielstätte so schnell wie möglich wieder voll ausgelastet sein.

Der Klub hatte sich schon in der Sommerpause als Bundesliga-Vorreiter angeboten, der mit verschiedenen Konzepten die Rückkehr einer großen Anzahl von Zuschauern ermöglichen will. Präsident Dirk Zingler konkretisiert die Pläne nun. Am 25. Oktober soll es laut seiner Aussage im ARD-Hörfunk ein Testspiel geben, mit dem Union den Ernstfall erprobt. "Wir haben neue Angebote über Schnelltests, die werden wir der Politik und den Behörden vorstellen, und dann hoffen wir, dass es genehmigt wird", so Zingler.

"Mit Abstand und Maske funktioniert nicht"

Dank der Schnelltests soll dabei das Stadionerlebnis für die Zuschauer wiederhergestellt sein. "Fußball mit Abstand und Maske funktioniert nicht. Wir müssen Veranstaltungsformate finden, wo ein Abstand nicht notwendig ist", sagt Zingler. Union Berlin eckt mit dieser offensiven Haltung durchaus an. Immerhin gibt es Bundesliga-Standorte, in denen das Infektionsgeschehen zu einer gewissen Besorgnis Anlass gibt. In München etwa liegt der Inzidenzwert (Anzahl der Neuinfektionen innerhalb sieben Tagen pro 100 000 Bewohner), der für die Rückkehr von Fans ins Stadion entscheidend ist, aktuell bei über 50. Ab einem Wert von 35, darauf einigten sich die Bundesländer, sollen keine Zuschauer in die Spielstätten der Bundesliga eingelassen werden.

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Lars Pollmann  
22.09.2020