Ex-DFB-Präsident äußert sich

Özil-Vorwürfe trafen Grindel: "Das war abwegig"

Mesut Özil trat vor zwei Jahren aus dem DFB-Team zurück.
Mesut Özil trat vor zwei Jahren aus dem DFB-Team zurück. Foto: Getty Images

Zwei Jahre liegt das Ende der Nationalmannschaftskarriere von Mesut Özil nun schon zurück. Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel äußerte sich zu den damals getätigten Vorwürfen.

Es war ein Ende mit Knalleffekt: Mesut Özil trat nach der völlig enttäuschend verlaufenden Weltmeisterschaft 2018 zurück. Hauptgrund dafür waren weniger die sportlich schwachen Leistungen, sondern vielmehr ein Foto kurz vor dem Turnier. Dort posierten der Mittelfeldmann und Ilkay Gündogan neben dem türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan. Während sich Gündogan entschuldigte und seinen Fehler einsah, schwieg Özil und zog so viel Kritik auf sich.

Özil kritisierte Grindel

Bei seiner Generalabrechnung ließ er kein gutes Haar an Reinhard Grindel: "Ich werde nicht länger als Sündenbock dienen für seine Inkompetenz und seine Unfähigkeit, seinen Job ordentlich zu erledigen." Der ehemalige DFB-Präsident gab nun im Gespräch mit Bild am Sonntag zu: "Das war abwegig und hat mich natürlich getroffen."

Ex-DFB-Präsident kontert

Allerdings wollte Grindel die Vorwürfe nicht unkommentiert lassen und konterte: "Viel wichtiger ist aber, dass die Integrationsarbeit im DFB vorbildlich ist." Einen Seitenhieb konnte er sich nicht verkneifen: "Da hat sich eben nichts verändert, außer dass die Kinder heute wohl eher ein Trikot von Mo Salah als von Mesut Özil tragen." Auch bei Arsenal läuft es schon lange nicht mehr rund für den Mittelfeldspieler.

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Lars Pollmann  
26.07.2020