Dortmund erleidet Verluste

Ökonom sicher: "BVB wird die Krise meistern"

Dem BVB drohen neuerliche Geisterspiele. Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images
Dem BVB drohen neuerliche Geisterspiele. Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Die Coronakrise wird den Profifußball in Deutschland und Europa noch lange im Griff haben. In der Bundesliga stehen an den meisten Standorten wieder Geisterspiele bevor, weil die Infektionszahlen in die Höhe schnellen. Die ausbleibenden Einnahmen sind auch für einen gut aufgestellten Top-Klub wie Borussia Dortmund schmerzhaft.

Der einzige börsennotierte Bundesligist ließ zuletzt mit der Prognose von bis zu 75 Millionen Euro Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2020/21 aufhorchen. Schon das abgelaufene Geschäftsjahr brachte einen Verlust von über 40 Millionen Euro mit sich. Dortmund kommt zugute, dass man sich seit Jahren Polster angelegt hat. "Der BVB ist finanziell gut aufgestellt, er wird die Krise meistern und die aktuellen Verluste sind Ausdruck der Extremsituation", beruhigt Henning Zülch in einem Beitrag für die Ruhr Nachrichten.

"Das ist ein hervorragender Wert"

Der Wirtschaftswissenschaftler der Handelshochschule Leipzig verweist auf die Eigenkapitalquote, die der BVB in seinem aktuellen Geschäftsbericht ausgewiesen hat. Dabei handelt es sich laut Zülch um einen wichtigen Stabilitätsfaktor. "Das Eigenkapital des BVB beläuft sich auf 305 Millionen Euro bei einer Eigenkapitalquote von circa 59 Prozent. Das ist ein hervorragender Wert", schreibt der 47-Jährige.

"In der Lage, die Krise abzufedern"

Die Schwarzgelben seien so auch in der Lage, den Worst Case vom Fehlbetrag in Höhe von 75 Millionen Euro auszugleichen. "Der BVB ist folglich in der Lage, die Krise abzufedern. Natürlich kann sich dies auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken." Dabei sitzen aber alle Klubs im gleichen Boot, wie auch Zülch anmerkt. Von den Polstern der Borussia kann aber so mancher Konkurrent nur träumen.

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Lars Pollmann  
15.10.2020