Boldt: "Völlig unverständlich"

Nur vier Tage zwischen Pokal und Liga: HSV-Ärger über Ansetzung

Der HSV und Dynamo haben nach dem Pokalspiel nur wenig Pause. Foto: Pool/Robert Michael/Pool via Getty Images
Der HSV und Dynamo haben nach dem Pokalspiel nur wenig Pause. Foto: Pool/Robert Michael/Pool via Getty Images

Der DFB hat die zeitgenauen Ansetzungen der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals bekanntgegeben. Während sich der FC Bayern seinen Spieltermin selbst aussuchen durfte, fühlt sich der Hamburger SV ungerecht behandelt. Das Spiel bei Dynamo Dresden findet am Montagabend, 14. September, statt. Nur vier Tage vor dem Zweitliga-Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf.

Der erste Punktspiel-Gegner hingegen darf sein Pokalspiel beim FC Ingolstadt bereits am Samstag, 12. September, austragen. Auch Dynamo dürfte mit der Ansetzung wenig glücklich sein, denn auch die Sachsen müssen vier Tage später beim 1.FC Kaiserslautern in der 3. Liga antreten. Als Begründung habe der HSV wohl zu hören bekommen, dass sicherheitsrelevante Aspekte im Vordergrund gestanden haben. Dies berichtet das Hamburger Abendblatt.

Bonbon für die TV-Übertragung

Wie das mit dem Umstand in Einklang zu bringen ist, dass keine Zuschauer vor Ort sein werden, erschließt sich nicht. Beim HSV herrscht dem Bericht zufolge viel eher die Überzeugung, mit der Ansetzung am Montagabend tue der DFB dem übertragenden TV-Sender Sky einen Gefallen. Für den Spieltermin sind ansonsten keine Zuschauer-Magnete vorgesehen, das spätere Spiel zwischen dem MSV Duisburg und Borussia Dortmund hat der Pay-TV-Anbieter nicht exklusiv, es überträgt auch die ARD. Die Argumentation weißt freilich ihrerseits Lücken auf.

Boldt reagiert zornig

Ginge es nur um das Fernsehen, hätte eine Ansetzung am Freitagabend genauso Sinn gemacht, weil da mit Mainz 05 und Hertha BSC auch nicht eben die absoluten Top-Klubs am Werk sind. So oder so herrscht beim HSV der Zorn über die unglückliche Terminierung. "Für mich ist es völlig unverständlich, dass es zu dieser Ansetzung gekommen ist", macht sich Sportvorstand Jonas Boldt gegenüber der Lokalzeitung Luft.

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Lars Pollmann  
27.08.2020