Auslastung knapp über 1 Prozent

Nur 250 Zuschauer gegen den HSV: Dynamo von Politik verärgert

Das Rudolf-Harbig-Stadion bleibt fast ganz leer. Foto: Getty Images
Das Rudolf-Harbig-Stadion bleibt fast ganz leer. Foto: Getty Images

Dynamo Dresden startet am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV ins Fußballjahr 2022. Nach aktuellem Stand der geltenden Corona-Schutzverordnung dürfen dabei 250 Zuschauer dabei sein. Die Sachsen wittern Willkür und ärgern sich über die Regelung.

"Es geht uns nicht darum, unter den gegebenen Umständen das Rudolf-Harbig-Stadion komplett auszulasten. Das wäre ein völlig falsches Signal", zitiert das Portal Tag 24 den Sportgeschäftsführer Jürgen Wehlend. "Aber wir brauchen auch keine willkürlich festgelegten Zahlen". Denn die Grenze von 250 Zuschauern gilt unabhängig der Größe des Veranstaltungsorts. Heißt also: Kleinere Hallen und Stadien werden überproportional besetzt, während bei Dynamo angesichts 21 055 Sitzplätzen knapp 1,12 Prozent Auslastung angesagt ist.

"Fußball muss wieder für Symbolpolitik herhalten"

"Das ist schlicht unverhältnismäßig", betont Wehlend. Besonders ärgerlich für Dresden ist darüber hinaus, dass andere Veranstaltungen wie etwa Messen mit bis zu 1000 Besuchern erlaubt sein sollen. "Da entsteht für uns mehr und mehr der Eindruck, dass der Fußball wieder einmal für Symbolpolitik herhalten muss. Entsprechend fühlen wir uns auch im Stich gelassen", so Wehlend. Dem Bericht zufolge soll am Mittwoch eine Kabinettssitzung der sächsischen Landesregierung erörtern, ob Dynamo gegen den HSV womöglich doch mehr Zuschauer begrüßen darf.

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Lars Pollmann  
12.01.2022