Eintrachts Spielmacherfrage

Null-Bock-Auftritt: So verliert Kamada Stammplatz gegen Younes und Barkok

Daichi Kamada (m.) wusste nach seiner Einwechslung gegen Gladbach nicht zu überzeugen. Foto: Imago

Erst in der Nachspielzeit wurde Daichi Kamada bei Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach eingewechselt. Es folgte ein lustloser Auftritt, der Folgen haben könnte.

In seinem ersten Startelfeinsatz für Eintracht Frankfurt wusste Amin Younes gegen seinen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach auf einer von zwei Zehnerpositionen hinter Stürmer Andre Silva zu überzeugen. Der 28-Jährige zeigte sich ballsicher, versuchte das Spiel der Hessen immer wieder an sich zu reißen. "Er hat im Zentrum mit seinen guten Bewegungen, seinen guten Dribblings und der Präsenz, immer anspielbar sein zu wollen, gezeigt, dass er auf der Position spielen kann", sagte Cheftrainer Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news. Auch Barkok, der einen sehenswerten Treffer zum 3:1 erzielte und neben Younes auf der Zehn spielte, trug vor allem mit seinem aggressiven Anlaufverhalten dazu bei, dass die Offensive der Eintracht glänzen konnte.

Hütter war "nicht happy" mit Kamada

Beide heizen den Konkurrenzkampf im offensiven Mittelfeld mächtig an. Spielmacher Daichi Kamada saß gegen Gladbach hingegen über 90 Minuten auf der Bank, zeigte nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit eine lustlose Darbietung. Hütter sagte zum Japaner: "Er hat jetzt einmal nicht gespielt. Vorher hat er viele Spiele gemacht. Ich bin froh, dass ich mehrere Alternativen habe." Denn auch Hütter war mit der Performance nach der Hereinnahme nicht zufrieden: "Er hat nach außen den Eindruck gehabt, dass er nicht so gespurt ist, wie man sich das vorstellt. Ich war auch nicht so happy. Er ist ein Spieler, der alle begeistern kann und manchmal muss man ein Auge zudrücken bei ihm." Allzu häufig kann sich der Nationalspieler solche Aussetzer aber nicht leisten, sonst haben Younes und Barkok auch in Zukunft die Nase vorn.

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Benjamin Heinrich  
18.12.2020