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Nübel-Berater Backs kritisiert: So arbeitet Raiola

Mino Raiola wird kritisch betrachtet.
Mino Raiola wird kritisch betrachtet. Foto: Imago

Mino Raiola ist in diesen Tagen rund um die Welt in aller Munde. Seine Tour zu europäischen Topklubs wegen Erling Haaland hat für Schlagzeilen gesorgt. Stefan Backs, unter anderem Berater von Alexander Nübel, ärgern dessen Methoden.

In einem Blog auf seiner eigenen Homepage stellt Stefan Becks ernüchtert fest: "Mino Raiola hat mal wieder erreicht, was er wollte. Er ist in der Fußball-Szene in aller Munde." Um für seinen "Kunden", wie der Agent Erling Haaland von Borussia Dortmund bezeichnete, besuchte Raiola mit dessen Vater Alf-Inge Haaland öffentlichkeitswirksam den FC Barcelona und Real Madrid.

Backs kritisiert Raiola scharf

Backs bezeichnete diesen Vorgang als "typisch", es sei seine "Masche". Es ist diese Art, die Raiola so gefragt macht: "Eltern von jungen Spielern reißen sich geradezu darum, von Raiola beraten zu werden. Verspricht er doch mit Aktionen wie oben geschildert den Zugang zu großen Klubs und damit zum großen Geld." Backs bemängelte allerdings: "Bei genauerer Betrachtung speist sich seine Kunst aber hauptsächlich aus Selbstvermarktung."

Haaland-Vermittlung sei keine Kunst

Selbst der "kreuzbravste deutsche Berater" könne einen Top-Spieler wie Haaland bei einem der Top-Vereine in Dueopra unterbringen: "Da sich diese Vereine bei einem solchen Talent von ganz alleine melden." Doch gerade davon profitiert der Star-Berater: "Raiolas dreistes Auftreten wäre zudem nicht möglich, wenn die Klubs auf der Jagd nach den größten Talenten nicht alle Hemmungen fallen lassen würden."

BVB bietet ideales Becken für Raiola

Raiola jedenfalls habe den BVB in gewisser Art und Weise in der Hand. Der Klub zahle vergleichsweise großzügige Berater-Provisionen, mit dem Ziel, Top-Talente zu sichern. Ein gefundes Fressen also für Raiola, der genau so arbeitet. Viel Geld mit jungen Spielern in kürzester Zeit verdienen. Backs bedauerte diese Herangehensweise: "Mino Raiolas Masche wirft ein bezeichnendes Licht auf den Profifußball, der sich trotz Coronakrise nicht dauerhaft ändern wird. Die Gier der Klubs, aber auch der Eltern solcher Spieler machen ihn erst möglich."

Florian Bolker  
05.04.2021

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