"Noch nicht auf dem Niveau"

Noch kein Müller: Dutt sieht taktische Mängel bei Sane

Sane hat noch Luft nach oben. Foto: Lukas Barth-Tuttas - Pool/Getty Images
Sane hat noch Luft nach oben. Foto: Lukas Barth-Tuttas - Pool/Getty Images

Der FC Bayern hat am Freitag zum ersten Mal seit Jahren eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gegeben. Gegen Borussia Mönchengladbach kassierte der Rekordmeister bereits die Gegentore 22 bis 24. Als ein Grund der Flut an Gegentreffern gilt die mangelnde Defensiv-Kompetenz einiger Offensivspieler. Robin Dutt sieht auch Leroy Sane mitschuldig.

"Aufholbedarf" gebe es beim Nationalspieler vor allem in der Arbeit gegen den Ball, analysiert der frühere DFB-Sportdirektor im Podcast kicker meets DAZN. "Er ist taktisch noch nicht auf dem Niveau, um die Situation zu erkennen, wie ein Thomas Müller sie beispielsweise erkennt", sagt Dutt über Sane. Vor allem in Pressingsituationen und im Umschaltverhalten fehle es dem Neuzugang noch am richtigen Timing.

"Auf der Bank lernt er es nicht"

Der FC Bayern war gerade in dieser Hinsicht unter Flick in der Vorsaison noch eine gut geölte Maschine, in der jedes Rädchen ineinander griff. Sane fremdelt noch etwas mit seiner Rolle in diesem System. "Man muss taktisch gezielt mit ihm arbeiten", sagt Dutt, der seit knapp eineinhalb Jahren ohne Verein ist. Dennoch würde er weiterhin auf Sane als Stammkraft setzen. "Auf der Bank lernt er es nicht", ist der 55-Jährige überzeugt. Sane absolvierte gegen Gladbach erst sein drittes Bundesliga-Spiel über die volle Distanz für den FC Bayern.

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Lars Pollmann  
12.01.2021