NRW plant keine Öffnung

"Nicht zu akzeptieren": Neuhaus gegen Fan-Ausnahmen

Neuhaus findet uneinheitliche Lösung nicht fair. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Neuhaus findet uneinheitliche Lösung nicht fair. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Die Mitteilung von RB Leipzig, den Saisonstart vor über 8 000 Zuschauern steigen zu lassen, hat in der Bundesliga aufhorchen lassen. Alle Klubs würden wohl gerne einen Teil ihrer Fans begrüßen dürfen. Doch gerade im bevölkerungsreichsten Bundesland sieht es nicht danach aus. Uwe Neuhaus kritisiert die ungleichen Voraussetzungen.

"Nicht zu akzeptieren" sei es, so der Coach von Arminia Bielefeld gegenüber der Neuen Westfälischen, dass an jedem Standort Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Im Zweifel würde er es nur fair finden, wenn entweder überall oder nirgendwo Zuschauer zugelassen würden. "Es kann nicht ein Verein mit Zuschauern spielen, während die anderen in die Röhre gucken", so Neuhaus. Schuld ist die Zuständigkeit der jeweils lokalen Behörden. Was dem Gesundheitsamt Leipzig reicht, muss in Bielefeld nicht ebenso gelten. Die Arminia hat dem Vernehmen nach ein Konzept aufgestellt, das die Rückkehr von 12 000 Zuschauern mit sich brächte.

Bielefeld von Corona "nicht stark betroffen"

Anteilig wären das deutlich mehr als in Leipzig, weil auf die Bielefelder Alm insgesamt nur 26 500 Zuschauer können. In Nordrhein-Westfalen gilt aber bis auf Weiteres die Maßgabe, dass bei Veranstaltungen maximal 300 Personen gestattet sind. Landes-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann verweist dabei auf die großen Ballungszentren des an Rhein und Ruhr. In Bielefeld jedoch liegt jedoch die relevante Infektionsrate stabil im einstelligen Bereich und somit nicht in der Nähe so mancher vermeintlich magischer Grenzen. "Wir sind ebenfalls nicht stark betroffen", so Neuhaus. "Warum sollten wir das nicht auch machen dürfen?", fragt er rhetorisch zur Öffnung des Stadions beim Bundesliga-Aufsteiger.

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Lars Pollmann  
03.09.2020