Ärger über Investoren

"Gehört nicht irgendeinem reichen Sack" - Wieso Calmund Bayern die Daumen drückt

Der FC Bayern startet am Mittwoch ins Champions-League-Viertelfinale. Foto: Getty Images.
Der FC Bayern startet am Mittwoch ins Champions-League-Viertelfinale. Foto: Getty Images.

Wenn in der kommenden Woche das Viertelfinale der Champions League beginnt, drückt Reiner Calmund dem FC Bayern die Daumen. Ein Grund dafür ist die von Investoren geführte Konkurrenz des deutschen Rekordmeisters.

Auch wenn die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Möglichkeiten eingeschränkt hat, steht dem FC Bayern noch immer viel Geld zur Verfügung. Auf nationaler Ebene sind die Münchner klar im Vorteil, international droht der Rückstand auf Vereine, die von Investoren aufgekauft wurden und finanzielle Unterstützung erhalten, jedoch anzuwachsen. Dass der Klub dennoch im Jahr 2020 zum sechsten Mal die Champions League gewann und auch in dieser Saison zu den Titelfavoriten zählt, imponiert Reiner Calmund.

Calmund: "In der Champions League absolut Bayern-Fan"

"Ich bin in der Champions League absolut Bayern-Fan, weil das unser bester deutscher Vertreter ist. Es ist der bestgeführte Verein. Nur 25 Prozent des Vereins gehören großen deutschen Dax-Unternehmen. Mit 75 Prozent sind sie immer noch die alleinigen Inhaber des Vereins, trotz der Beteiligungen", sagte Calmund am Sonntag im Sport1-Doppelpass und ergänzte: "Bayern München ist der einzige Verein, der nicht irgendeinem reichen Sack gehört. Keinem Milliardär, keinem Konsortium."

Ärger über England-Klubs: "Da fragt keiner mehr"

Damit sei der deutsche Rekordmeister fast alleine, da allen voran in England nahezu kein Verein von keinem Investor geführt werde: "Liverpool, schönen Dank Jürgen Klopp, klasse gemacht. Aber wenn der Henry (John Henry, Haupteigentümer des FC Liverpool, d. Red.) nicht mit feinen 500 Millionen vorbeigekommen wäre, würde selbst die Anfield Road nicht mehr stehen. Dem Henry gehören 100 Prozent, da fragt gar keiner", ärgerte sich Calmund. Doch der FC Bayern hofft darauf, auch in einigen Jahren mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Florian Bajus  
03.04.2022