Viele Gründe

Nicht nur Kruse: Darum stellt Union die zweitbeste Offensive der Liga

Union Berlin bejubelt auch ohne Spielmacher Max Kruse viele Tore. Foto: Imago

29 Tore in 14 Ligaspielen: Union Berlin verkörpert in dieser Kategorie schon Champions League. Einzig der FC Bayern München kann in der Bundesliga mehr Tore vorweisen. Dafür gibt es Gründe.

Der Transfer von Max Kruse zum 1. FC Union Berlin im vergangenen Sommer kann getrost als Coup gewertet werden. Der 32-Jährige wusste seitdem mit sechs Toren und fünf Vorlagen in zehn Spielen zu punkten. Im Derby bei Hertha BSC (1:3) verletzte sich der Offensivspieler allerdings. Wer gedacht hätte, dass die Köpenicker im Anschluss das Toreschießen einstellen, wurde eines besseren belehrt. In den fünf Pflichtspielen ohne Kruse klingelte es neunmal. Darunter auch der 2:1-Achtungserfolg in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund. Insgesamt schoss nur der FC Bayern München (44 Treffer) mehr Tore als Union, Bayer Leverkusen liegt mit ebenfalls 29 Treffern auf dem geteilten zweiten Rang.

Awoniyi und die Standardstärke

Die Gründe für die Berliner Torflut sind vielfältig. Zum einen treffen auch die anderen Stürmer, allen voran Taiwo Awoniyi, die Leihgabe vom FC Liverpool. Mit fünf Treffern ist er der zweitbeste Schütze nach Kruse, der 23-Jährige war in den letzten sieben Spielen an sechs Treffern direkt beteiligt. Insgesamt stellen die Berliner zwölf verschiedene Torschützen, Bestwert in der Liga. Nahezu jeder im Kader ist in der Lage Tore zu erzielen. Hinzu kommt auf der anderen Seite aber auch die extreme Standardstärke der Köpenicker. Rechtsverteidiger Christopher Trimmel gilt als ausgewiesener Standardexperte, Innenverteidiger Marvin Friedrich (vier Tore) als optimaler Abnehmer. Auch so kann Union den Kruse-Ausfall bestens kompensieren.

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Benjamin Heinrich  
07.01.2021