Real Madrid

"Nicht irgendeine Mannschaft": Kroos stolz auf Kapitänsdebüt

Das Mannschaftsfoto dürfte bei Kroos in Erinnerung bleiben. Foto: Getty Images
Das Mannschaftsfoto dürfte bei Kroos in Erinnerung bleiben. Foto: Getty Images

Durch die Verletzung von Karim Benzema fehlt Real Madrid dieser Tage nicht nur der Torjäger vom Dienst, sondern auch der Spielführer. Hinter dem Franzosen fungieren Nacho Fernandez und Luka Modric als erste Vertreter. Da das Duo am Sonntag gegen RCD Mallorca auf der Bank saß, kam Toni Kroos zu seiner Premiere mit der Binde bei den Blancos.

"Natürlich bin ich stolz, das kann man schon sagen und darf man in dem Fall auch sein. Es ist ja nicht irgendeine Mannschaft, die man in irgendein Stadion führt. Es ist der Lohn der letzten über acht Jahre", erklärt der Weltmeister von 2014 im Podcast Einfach Mal Luppen, den er mit seinem Bruder Felix Kroos betreibt. In seiner Karriere kommt der Mittelfeldmann auf wenige Spiele als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, beim FC Bayern oder bei Bayer Leverkusen war ihm diese Ehre nicht zuteil geworden. Bei Real dauerte es nun 370 Einsätze, bis Kroos das Team erstmals als Spielführer in eine Partie leiten durfte.

"Gedacht, das Stadion kracht ein!"

"Wenn wir verloren hätten, hätte mir das nicht gut gefallen", scherzt der Routinier. "Real Madrid als Kapitän in dieses Stadion führen zu können, ist schon ein cooler Moment, das muss ich sagen." Wäre es nicht das Santiago Bernabeu gewesen, hätte sich Kroos vermutlich den Celtic Park ausgesucht. Denn das Gastspiel in Glasgow vorige Woche hat den Greifswalder nachhaltig beeindruckt. Zunächst sei die Stimmung dabei verhalten gewesen. "Dann geht die Champions-League-Hymne los und dann habe ich gedacht, das Stadion kracht ein! Das war unfassbar, das habe ich noch nicht erlebt, was da los war", so Kroos.

"Sehr, sehr, sehr beeindruckend"

Er habe David Alaba gleich gesagt, dass Real in dem Spiel mit einem 0:2-Rückstand startet, weil die Zuschauer wie eine Wand hinter Celtic standen. Diese 'Handicap-Wette' hätte Kroos gewonnen, denn das Spiel endete 3:0 für den amtierenden Champions-League-Sieger. "Nach dem Spiel haben die Fans für alle geklatscht. Natürlich total pro Celtic, genauso aber zu 0,0 Prozent feindselig oder respektlos uns gegenüber. Das war sehr, sehr, sehr beeindruckend", findet Kroos (Zitate via RealTotal).

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Lars Pollmann  
14.09.2022