Stille auf dem Transfermarkt

Neuzugänge? Auch bei Eintracht keine Bewegung

Adi Hütter muss auf weitere Neuzugänge noch etwas warten.
Adi Hütter muss auf weitere Neuzugänge noch etwas warten. Foto: Getty Images

In rund 15 Tagen würde der Transfermarkt seine Tore schließen, die Kader stehen. Doch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist alles anders. Auch bei Eintracht Frankfurt, wo es aktuell keinerlei Bewegung gibt.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christohper Michel

Vereinzelt tauchen Gerüchte rund um Eintracht Frankfurt auf. Franchu von Real Madrid war zu lesen, über Gyrano Kerk wurde spekuliert, auch die Namen Dejan Ljubicic von Rapid Wien oder Luan Patrick von Paranaense tauchten auf. Konkret wurde es bislang aber nur zweimal, Ragnar Ache verstärkt den Sturm und Steven Zuber die Außenbahnen.

Kader muss weiter verkleinert werden

Mit weiteren Neuzugängen ist vorerst wohl nicht zu rechnen, was auf verschiedene Aspekte zurückzuführen ist. Da ist vor allem der viel zu große Kader! Trainer Adi Hütter plant nicht mehr mit Jetro Willems, Marijan Cavar und Nils Stendera, auch Erik Durm würden bei einem Wechselwunsch keine Steine in den Weg gelegt werden. Ganz vorne könnten sich noch Leihgeschäft ergeben, bei Dejan Joveljic wird man in der Vorbereitung ganz genau hinsehen. Ob die Talente Jabez Makanda, Yannick Brugger und Lukas Fahrnberger Chancen erhalten, ist eher unwahrscheinlich. Und im Tor wird es möglicherweise noch Bewegung geben, Frederik Rönnow und Felix Wiedwald dürfen den Klub verlassen.

Hütter will im Optimalfall 25 Spieler

Adi Hütter schrieb in seinem 2019 erschienenem Buch Teamgeist: "Die Obergrenze eines Teams liegt bei etwa 25 Mitgliedern. Das ist jene Anzahl, die für den Einzelnen noch gut überschaubar ist und die Möglichkeit bietet, mit allen anderen gute Beziehungen zu pflegen." Aktuell umfasst der Kader 33 Profis - deutlich zu viele.

Schwierige finanzielle Lage

Zweitens ist die Finanzlage weiterhin schwer zu kalkulieren. Die Eintracht hat den Luxus, Leistungsträger nicht unbedingt verkaufen zu müssen. Die Gerüchte rund um Kevin Trapp oder Martin Hinteregger wurden daher auch zügig zu den Akten gelegt, Filip Kostic wird Stand heute auch bleiben. Der Serbe fühlt sich sehr wohl in der Mainmetropole, Angebote oder konkrete Anfragen gibt es derzeit keine.

Nicht absehbar, wann sich die Situation normalisiert

Und doch schmerzt die Coronakrise den aufstrebenden Klub. Der Umsatz musste halbiert werden, die fehlenden Zuschauereinnahmen reißen ein Loch in die Kasse. Noch ist nicht abzusehen, wann sich die Lage für alle Klubs einigermaßen normalisiert. Doch die Folgen werden noch lange zu spüren sein.

Internationale Turniere laufen noch

Drittens laufen noch das Europa League- und Champions League-Finalturnier. Stück für Stück können somit auch die großen Teams erst ihre Planungen vorantreiben. Wann fällt der erste Dominostein? Bis 5. Oktober ist noch Zeit, doch Insider rechnen mit einem zähen Ringen bis zum Schluss.

Profile picture for user Christopher Michel
Christopher Michel  
16.08.2020