Heynckes, Klopp und Co.

Neururer zu Schalke? Die Nostalgie-Trainer deines Vereins

Der Schnörres ist sein Markenzeichen: Peter Neururer. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Der Schnörres ist sein Markenzeichen: Peter Neururer. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Mit dem FC Schalke 04 und dem FSV Mainz 05 haben bereits zwei Bundesliga-Klubs ihren Cheftrainer entlassen. Gerade bei den Königsblauen spekulieren Medien und Fans munter über die Nachfolge von David Wagner. Zumeist im Scherz fällt der Name Peter Neururer. Der 65-Jährige ist bei seinem Lieblingsverein Kult und erinnert an längst vergessene Zeiten. 

Wer sind andere Nostalgie-Trainer bei Deutschen Traditionsvereinen? fussball.news gibt eine Übersicht.

FC Bayern: Jupp Heynckes

Insgesamt viermal übernahm der heute 75-Jährige den Trainerjob beim Rekordmeister. Dabei sammelte er vier deutsche Meisterschaften, holte 2013 gar das Triple. Spätestens damit hat sich der frühere Bundesliga-Torjäger beim Anhang unsterblich gemacht.

Borussia Dortmund: Jürgen Klopp

Die Ära des heute beim FC Liverpool aktiven Übungsleiters ist bereits fünf Jahre vorbei, dennoch ist der Geist von 'Kloppo' beim BVB allgegenwärtig. Dortmund holte unter dem Menschenfänger aus Stuttgart zwei Meistertitel und 2012 das Double. Das Meisterstück im Champions-League-Finale verhinderten Heynckes und die Bayern.

FC Schalke 04: Peter Neururer

Eigentlich müsste hier wohl Huub Stevens stehen, der immerhin Jahrhundert-Trainer der Königsblauen ist. Doch der Niederländer hat schon mehrmals die Rückkehr angetreten, während Neururer wohl nie eine Chance erhalten wird. Zumindest für die Medien wäre es eine herausragende Angelegenheit, ist der Marler doch immer für Sprüche gut.

Eintracht Frankfurt: Dragoslav Stepanovic

Obwohl der 72-Jährige seinen einzigen Titel in Deutschland mit Bayer Leverkusen holte, ist der Serbe vor allem bei Eintracht Frankfurt Kult. Unter 'Stepi' wären die Hessen 1992 um ein Haar Deutscher Meister geworden, scheiterten im Fernduell mit dem VfB Stuttgart und dem BVB aber nicht zuletzt an fragwürdigen Entscheidungen von Schiedsrichter Alfons Berg. 

1.FC Köln: Christoph Daum

Die Geißböcke blicken auf eine glorreiche Vergangenheit zurück, in der sich viele Trainer um den Klub enorme Verdienste erworben haben. Der Nostalgie-Faktor ist bei Daum besonders groß, weil er schon über zehn Jahre im Verein war, ehe er erstmals Cheftrainer wurde. Seine Rückkehr zum damaligen Zweitligisten im Jahr 2006 wurde gefeiert wie die Ankunft eines Messias.

Borussia Mönchengladbach: Hans Meyer

Die Rückkehr der Fohlen in die Bundesliga-Spitze hat dem Klub in den vergangenen Jahren viel Lob eingebracht. Die großen Erfolge liegen freilich Jahrzehnte zurück. In der jüngeren Vergangenheit hat es vor allem der nie um einen trockenen Spruch verlegene Hans Meyer zum Kultstatus gebracht. Heute gehört er dem Präsidium an. 

Werder Bremen: Otto Rehhagel

Nicht umsonst nennen sie den inzwischen 82-jährigen Europameister von 2004 mit Griechenland in Bremen 'König Otto'. 14 Jahre lang schwang der Essener beim SV Werder das Zepter, holte Meisterschaften, Pokale und 1992 den Europapokal der Pokalsieger. 

VfB Stuttgart: Christoph Daum

Bei den Schwaben kämen einige Kandidaten in Frage, Armin Veh etwa für den Meistertitel 2007. Das bereits angesprochene Herzschlagfinale von 1992 aber gibt den Ausschlag für Daum, der somit bei gleich zwei Vereinen als Nostalgie-Trainer gelten kann (bei dreien, wenn man Bayer Leverkusen hinzu nimmt).

Hamburger SV: Ernst Happel

Bei kaum einem anderen Klub haben sich so viele Übungsleiter versuchen dürfen, viele davon für nur kurze Amtszeiten. Unerreicht bleibt wohl auf ewig der große Ernst Happel. Mit dem Gewinn des Landesmeister-Pokals im Jahr 1983 steht sein Name für die größte Sternstunde in der Historie des HSV.

1860 München: Werner Lorant

Beim Gedanken an die Bundesliga in den 1990er-Jahren kommt unweigerlich das Bild des kettenrauchenden, häufig übelgelaunten Löwen-Coachs in den Sinn. Der Ex-Profi führte den TSV 1860 ab 1992 von der dritten Liga bis ins Oberhaus und etablierte den Klub dort im Tandem mit dem nicht weniger legendären Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser.

1. FC Kaiserslautern: Karl-Heinz Feldkamp

Auch wenn sich 'König Otto' mit der Sensations-Meisterschaft mit dem Aufsteiger FCK im Jahr 1998 zum Kaiser krönte, geht der Punkt an 'Kalli' Feldkamp. Der heute 86-Jährige hatte zwei erfolgreiche Phasen bei den Roten Teufeln, die unter ihm sowohl Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre, als auch Anfang der 1990er zu den Spitzenteams in der Bundesliga gehörten.

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Lars Pollmann  
29.09.2020