Klassenerhalt realistisch

Neururer lobt Werder: "Diese Mannschaft hat Zukunft"

Werder hat einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Foto: Getty Images
Werder hat einen ordentlichen Saisonstart hingelegt. Foto: Getty Images

Werder Bremen steht nach vier Spieltagen der neuen Bundesliga-Saison mit fünf Punkten ordentlich da. Der Aufsteiger hat durchaus bereits seine Konkurrenzfähigkeit im Oberhaus unter Beweis gestellt. Peter Neururer erwartet die Hanseaten zwar im Abstiegskampf, stellt sich dabei aber ein gutes Ende vor.

"Die Gesamtstruktur gefällt mir bei Werder Bremen. Diese Mannschaft hat Zukunft und auf jeden Fall die Qualität, die Liga zu halten", erklärt die Trainer-Legende gegenüber dem Portal DeichStube. Wichtig sei, dass in Bremen keine große Gefahr bestehe, dass unrealistische Ziele ausgerufen werden. "Es gilt, die Liga zu halten, da stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Aber man gehört sicher zu den fünf, sechs Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen", so Neururer.

Familie von Werder-Fans

Der 67-Jährige selbst hat ein familiäres Interesse am Erfolg der Grün-Weißen. "Mein Sohn ist kurioserweise einer der größten Werder-Fans überhaupt und hat die ganze Familie angesteckt inklusive meiner Frau", muss Neururer schmunzeln. Er selbst hat eigentlich eher negative Erfahrungen mit Bremen gemacht, wobei das Verhältnis zu den Mitarbeitern des Klubs immer gut war. "Ich habe oft meine wichtigsten Spieler an Werder verloren", erinnert Neururer zum Beispiel an Per Mertesacker.

"Im Weserstadion habe ich einen einzigen Punkt geholt"

Seine eigene Bilanz bei Werder sei zudem erschreckend gewesen. "Im Weserstadion habe ich einen einzigen Punkt geholt, den aber nicht gegen Werder Bremen, sondern gegen den VfL Oldenburg", so Neururer. Dementsprechend wundere ihn nicht, dass die Hanseaten nicht unter den vielen Klubs waren, die er in seiner bewegten Karriere betreut hat. Stattdessen arbeitete er unter anderem mehrfach beim VfL Bochum, dem nächsten Gegner des SVW. In der Familie Neururer könnte es so am Samstagnachmittag etwas Stress geben.

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Lars Pollmann  
02.09.2022