Schalke-Aufreger

Neururer fordert Schiri-Sperre: "In diesem Sport nichts zu suchen"

Schalke wurde von Tobias Stieler krass benachteiligt. Foto: Getty Images
Schalke wurde von Tobias Stieler krass benachteiligt. Foto: Getty Images

Der größte sportliche Aufreger des Spieltags in der 2. Bundesliga war der späte Elfmeter für Werder Bremen im Spiel gegen den FC Schalke 04. In der 99. Minute konnten die Hanseaten dank des Strafstoß-Geschenks des Schiedsrichtergespanns den 1:1-Endstand erzielen. Peter Neururer schäumte noch am Montagabend vor Wut.

"Der VAR ist irgendwann installiert worden, um Fehlentscheidungen vorzubeugen. Diesmal hat er dafür gesorgt, dass eine Fehlentscheidung produziert wird. Das ist für mich ein Skandal", so der Kult-Trainer beim TV-Sender Sport1. Nach zigfacher Betrachtung der Bilder kann Neururer allenfalls ein Fehlverhalten von Roger Assale feststellen, der aus seiner Sicht für eine Schwalbe oder ein Handspiel hätte bestraft werden können. Wie Referee Tobias Stieler nach Hinweis der VAR-Assistenten Christian Dingert und Asmir Osmanagic aber auf Elfmeter entscheiden konnte, erschließt sich Neururer nicht.

"Leider keine Kompetenz, Entscheidungen zu treffen"

"Ich frage mich, was in den Herrn gefahren ist, der da auf Elfmeter entscheidet", echauffiert sich der erklärte Schalke-Fan. "Spieler werden für Fehlverhalten im Spiel sanktioniert. Wenn ich das sehe, diese Entscheidungsfindung vom VAR und vom Schiedsrichter, die müssen gesperrt werden. Die haben in diesem Sport nichts zu suchen." Auch wenn "man heutzutage aufpassen muss", so Neururer, spricht er in diesem Fall von einer "Frechheit", die zu Ungunsten von Schalke passiert sei. Absicht würde er den Unparteiischen dabei nicht unterstellen. Wohl aber, dass sie "leider keine Kompetenz haben, solche Entscheidungen zu treffen". Auf Schalke sehen sie es sicher ähnlich wie der Ex-S04-Coach Neururer. Man stelle sich vor, am Saisonende fehlen zwei Punkte zum Aufstieg, womöglich sogar ausgerechnet im Vergleich zu Werder Bremen.

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Lars Pollmann  
23.11.2021