Trainer des VDV-Camps

Neururer: "Die Lage des Fußballs war in Deutschland nie so dramatisch"

Neururer trainiert das VDV-Camp zum dritten Mal. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images
Neururer trainiert das VDV-Camp zum dritten Mal. Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

In Zeiten der Coronakrise sitzt das Geld bei den Profiklubs in Deutschland nicht sonderlich locker. Die Sportdirektoren der meisten Vereine wollen aktuell lieber Spieler loswerden und Gehälter sparen, als Neuzugänge zu verpflichten. Es ist ein Problem für die Schützlinge von Peter Neururer.

Der routinierte Bundesliga-Trainer coacht derzeit einmal mehr das Camp für vertragslose Spieler der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV). Ein Großteil der Kicker kommt in den meisten Jahren bei einem neuen Klub unter, für gewöhnlich geht es dabei vor allem um die 3. Liga und Regionalliga. Doch selbst dort, weiß Neururer, sind die Krisenfolgen zu spüren. "In der jetzigen Situation Optimismus zu verbreiten, ist besonders schwer", so der 65-Jährige gegenüber der WAZ. "Man muss den Spielern eines klar machen: Die Lage des Fußballs von der ersten Liga bis in die unteren Klassen war in Deutschland nie so dramatisch."

Hrubesch fragt für den HSV an

Es wird viel Geduld gefragt sein, sicher müssen Spieler auch ihre Ansprüche an die Gegebenheiten anpassen. Wer im VDV-Camp dabei ist, weiß das freilich auch selbst. "Sie haben aufgrund ihres Verhaltens und der Trainingsbedingungen hier im Camp die Möglichkeit, wieder irgendwo unterzukommen, sich zu präsentieren", so Neururer. Die Kontakte des VDV in den Fußball hinein, auch Neururer beteiligt sich dabei, gelten als besonders hilfreich. Der langjährige Coach in der 1. und 2. Bundesliga hatte bereits Kontakt mit Horst Hrubesch. Der neue Nachwuchs-Chef des Hamburger SV habe angefragt, "ob Spieler dabei sind, die für die U21 des Hamburger SV interessant sein könnten".

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Lars Pollmann  
04.08.2020