Erfahrungen in Salzburg und bei Ajax

Neuer Co-Trainer von Werder kritisiert Rangnick: "Das Romantische hat überhaupt keine Rolle mehr gespielt"

Die RB-Schule hat nicht nur Anhänger. Foto: Reinaldo Coddou H./Bongarts/Getty Images
Die RB-Schule hat nicht nur Anhänger. Foto: Reinaldo Coddou H./Bongarts/Getty Images

Werder Bremen hat nach dem beinahen Abstieg am Ende der vergangenen Saison tiefgreifende Veränderungen angekündigt. Der Prozess ist beileibe noch nicht abgeschlossen, immerhin hat sich aber im Trainerstab etwas getan. Der neue Assistent Danijel Zenkovic kommt mit der Empfehlung von Erfahrungen bei RB Salzburg und Ajax.

Der Österreicher arbeitete somit in zwei der weltweit führenden Nachwuchsabteilungen, arbeitet auch bei Werder vor allem mit den jungen Profis. Salzburg verließ er derweil 2012 nach sechs Jahren, als Ralf Rangnick im Fußball-Kosmos des Getränke-Riesen das Zepter übernahm. Die Entwicklung der Bullen ist seither durchaus beeindruckend. Zenkovic kritisiert dennoch. "Rangnick brachte bei RB die Pressing/Gegenpressing-Idee rein. Das Romantische hat überhaupt keine Rolle mehr gespielt", zitiert die Bild-Zeitung den 33-Jährigen.

Bei Ajax gelernt, "wie Spieler wirklich ausgebildet werden"

"Diese Philosophie kann im Profi-Bereich sehr erfolgreich sein, sie gehört meiner Meinung nach aber nicht in die Jugend", argumentiert Zenkovic. Salzburg gewann freilich unter Marco Rose die UEFA Youth League, steht auch heuer im Halbfinale. Mit seinem spielerischen Ansatz fühlt sich der neue Co-Trainer unter Florian Kohfeldt jedenfalls wohler. "Ich fand es spannend, dass ein deutscher Trainer mich anruft und wir über Ballbesitz reden", berichtet er von den Gesprächen. Für Bremen mag Zenkovic nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit interessant gewesen sein. Neben Salzburg arbeitete er auch drei Jahre bei Ajax. "Da habe ich gelernt, wie Spieler von klein auf wirklich ausgebildet werden."

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Lars Pollmann  
21.08.2020