Effenberg rätselt

Neuer Bayern-Coach? "Sie wissen es selbst noch nicht"

Wer ab Sommer auf der Bayern-Bank sitzen wird, ist offen. Foto: Matthias Hangst/Getty Images.
Wer ab Sommer auf der Bayern-Bank sitzen wird, ist offen. Foto: Matthias Hangst/Getty Images.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist offen, mit welchem Trainer der FC Bayern in die Saison 2024/25 gehen wird. Laut Stefan Effenberg sind sich die Verantwortlichen unschlüssig darüber, welcher Coach das Potenzial hätte, den Neustart zu moderieren.

Mit Xabi Alonso hat sich der offensichtlichste Kandidat selbst aus dem Rennen verabschiedet. Der frühere Mittelfeldspieler wird bei Bayer Leverkusen bleiben und kommende Saison mit der Werkself in der Champions League angreifen - aller Voraussicht nach als Deutscher Meister und womöglich als DFB-Pokal- oder gar Europa-League-Sieger. Die Verantwortlichen des FC Bayern sind somit bei der Suche nach einem Nachfolger von Thomas Tuchel auf Alternativen angewiesen und könnten zu einer kreativen Lösung gezwungen sein.

Effenberg ratlos: "Ich habe keine Idee"

Spekuliert wird über eine Verpflichtung von Roberto De Zerbi (Brighton & Hove Albion), Ralf Rangnick (Österreich) und einer Rückkehr von Julian Nagelsmann, der im März 2023 von der alten Führungsriege freigestellt und sechs Monate später zum Bundestrainer ernannt wurde. Im Sport1-Doppelpass appellierte Stefan Effenberg an die Verantwortlichen, weitere Coaches ausfindig zu machen - auch, wenn es schwer zu beantworten sei, welche Alternativen Bayern-Niveau mitbringen. "Ich habe keine Idee", gab Effenberg zu, "das ist die schwierigste Frage, die mir jeden Tag 500-mal gestellt wird."

Trainerfrage "die spannendste der letzten zwei Jahrzehnte"

Die bevorstehende Entscheidung in der Trainerfrage sei "die spannendste der letzten zwei Jahrzehnte, aber auch die schwierigste für die Verantwortlichen", urteilte Effenberg über die Herausforderung für Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund. Die alles entscheidende Frage gibt offenbar auch den Verantwortlichen ein Rätsel auf. "Wenn ich mich mit den Verantwortlichen von Bayern München austausche", verriet Effenberg, "bekomme ich keine Antwort, weil sie es zum Teil selber noch nicht wissen."

Darum zweifelt Effenberg an Nagelsmann

In München soll Kontinuität auf dem Trainerstuhl einkehren. Erinnerungen an Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes werden wach, die über mehrere Jahre das Zepter in der Hand hatten. "Diese Leute haben wir nicht mehr auf dem Markt, also werden wir woanders suchen müssen", schätzt Effenberg die aktuelle Situation auf dem Trainermarkt ein. Aufgrund seines Alters könnte Nagelsmann eine Ära prägen, Effenberg zweifelt allerdings an einer zweiten Amtszeit des Bundestrainers: "Es gab Gründe, warum man ihn rausgeschmissen hat. Die Frage müsste man auch Nagelsmann stellen: Bist du bereit, dorthin zu gehen, wo du vor einem Jahr rausgekickt wurdest? Ich bezweifle, dass es noch einmal zu dieser Konstellation kommt." Und doch ist beim FC Bayern aktuell nichts auszuschließen.

Profile picture for user Florian Bajus
Florian Bajus  
31.03.2024