DFL-Entscheid noch vor Jahresende

Neue TV-Verteilung: Freiburg könnte großer Profiteur werden

Freiburg spielt seit Jahren über die wirtschaftlichen Verhältnisse hinaus. Foto: Adam Pretty/Getty Images
Freiburg spielt seit Jahren über die wirtschaftlichen Verhältnisse hinaus. Foto: Adam Pretty/Getty Images

Das DFL-Präsidium beabsichtigt, noch im Laufe des Jahres die Verteilung der TV-Einnahmen neu zu beschließen. Das Thema wird in den kommenden Wochen an Fahrt aufnehmen, zuletzt machte schon ein Vorschlag, der die 2. Liga besserstellen würde, die Runde. Im gleichen Zug wird auch eine Änderung diskutiert, von der nicht zuletzt der SC Freiburg profitieren würde.

Wie Sport Bild aus einem Positionspapier zitiert, das Arminia Bielefeld, der FSV Mainz 05, der VfB Stuttgart und Zweitligist Jahn Regensburg unterstützen, fordern die Klubs "die Schaffung eines neuen Leistungskriteriums zur Belohnung der relativen sportlichen Leistung". Ergebnisse sollen dabei ins Verhältnis zum wirtschaftlichen Investment der jeweiligen Bundesliga-Klubs gesetzt werden. Konkret ist dabei unklar, ob es beispielsweise um Tabellenplatzierungen oder Punktzahlen gehen soll und welche wirtschaftlichen Parameter herangezogen werden sollen.

Leki brachte es selbst ins Spiel

Klar ist jedoch: Ein Klub wie Freiburg, der seit Jahren mit geringen Mitteln sozusagen 'über seine Verhältnisse spielt', würde durch eine solche Regelung gegenüber schwächelnden Top-Klubs stärker gestellt. Die Breisgauer landeten in den vergangenen Jahren immer wieder vor einzelnen oder mehreren Vereinen mit deutlich größerem wirtschaftlichen Potenzial, seien es der FC Schalke 04, Hertha BSC oder auch der VfB Stuttgart. Bereits Mitte September hatte Oliver Leki, Finanzchef von Freiburg, selbst gegenüber dem kicker "eine Komponente, die das Verhältnis von sportlichem Erfolg zu finanziellem Einsatz honoriert" ins Spiel gebracht.

Freiburg mit geringem Personalaufwand

Für das Jahr 2019 hat die DFL bei der Veröffentlichung der Finanzkennzahlen für die 18 aktuellen Bundesligisten den Personalaufwand der Breisgauer auf circa 45 Millionen Euro bemessen. Nur der FC Augsburg, Union Berlin und Aufsteiger Arminia Bielefeld gaben weniger Geld für Personal aus. Als Achter der Abschlusstabelle der Saison 2019/20 hätte demnach kein Klub mehr von einem entsprechenden Verteilungsschlüssel profitiert als Freiburg.

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Lars Pollmann  
21.10.2020