Leihen nur als Ausnahme

Neue Transferphilosophie: Schalke verfolgt "klaren Plan"

Ron Schallenberg ist der teuerste Neue auf Schalke. Foto: Getty Images
Ron Schallenberg ist der teuerste Neue auf Schalke. Foto: Getty Images

Der FC Schalke 04 ist seiner Rolle als Aufstiegsfavorit in der 2. Bundesliga zum Saisonstart nicht gerecht geworden. Vier Punkte stehen nach fünf Spieltagen nur auf dem Konto der Königsblauen. Dabei hat im Sommer kein Zweitligist so viel in den Kader investiert wie der Absteiger. Zugrunde liegt eine veränderte Transferphilosophie.

Schalke gibt am meisten aus

Dank werthaltiger Verkäufe ist den Knappen ein deutliches Transferplus gelungen, die Ausgaben von über 4 Millionen Euro sind dennoch im Vergleich mit der Konkurrenz im Unterhaus bemerkenswert, schließlich haben die 17 übrigen Klubs zusammen nur etwa 15 Millionen Euro für neue Spieler hinblättern können. Schalke sei "mit einem klaren Plan in die Transferphase gestartet, den wir so auch umsetzen konnten", erklärt Andre Hechelmann nun gegenüber dem kicker.

"Ziel ist es, den Kaderwert sukzessive zu steigern"

Der Plan sieht, anders als in den Vorjahren, vor allem Spielerkäufe vor, wo zuvor oft nur geliehen wurde. "Unser übergeordnetes Ziel ist es, den Kaderwert sukzessive zu steigern. Auf diesem Weg wollen wir die Zahl der Leihgeschäfte reduzieren", so Sportdirektor Hechelmann. "Wenn wir uns doch für eine Leihe entscheiden, möchten wir danach in der Lage sein, den Spieler fest zu verpflichten." So ist es im Transfersommer auch geschehen: Von neun externen Zugängen ist mit Yusuf Kabadayi lediglich einer ausgeliehen, mit dem FC Bayern konnte S04 eine Kaufoption vereinbaren.

Was Kabadayi von Itakura unterscheidet

Deren Höhe soll bei 1 Million Euro liegen, womit eine Verpflichtung nicht utopisch wäre. Anders stellte es sich in der Vergangenheit zum Beispiel bei Ko Itakura dar, der ein Eckpfeiler der Aufstiegsmannschaft, aber schlichtweg zu teuer (kolportierte 6 Millionen Euro) war, um dem Klub anschließend erhalten zu bleiben. Wie zukunftsträchtig die neue Philosophie ist, muss sich freilich noch zeigen. Das Fachmagazin mutmaßt bereits, dass bei weiterhin ausbleibendem Erfolg im Winter doch wieder per Leihe nachgebessert werden könnte.

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Lars Pollmann  
11.09.2023