Bemühen der Alten Dame "einfach zu spät"

Neu-Gunner Rekik kritisiert: "Von Hertha kam niemand zu mir"

Rekik war Stammkraft in der U23 von Hertha. Foto: Imago
Rekik war Stammkraft in der U23 von Hertha. Foto: Imago

In ganz Europa lässt sich der Winter-Transfermarkt nur schleppend an. Auch bei Hertha BSC gab es bisher nur wenig Aktivität. Omar Rekik verließ den Klub Richtung FC Arsenal, das Talent war noch ohne Bundesliga-Einsatz. Seine Kritik gegenüber der Alten Dame ist dennoch bemerkenswert.

Dreieinhalb Jahre hatte der 19-Jährige in der Bundeshauptstadt verbracht, Klarheit über seine Rolle in der nahen Zukunft hatte der Tunesier aber wohl nicht. "Ich habe hier drei tolle Saisons gespielt, gehörte schnell zu den Leistungsträgern in allen Jugendteams. Auch bei den Profis habe ich schon als 16-Jähriger trainiert. Aber von Hertha kam niemand zu mir, um über eine Perspektive und meine Zukunft zu sprechen", zitiert die B.Z. Rekik.

"Es war einfach zu spät"

Der Wechsel zu Arsenal war also nicht zuletzt eine Folge der mangelnden Ansprache seitens Hertha BSC. Tatsächlich habe sich der Hauptstadtklub doch noch um Rekik bemüht, da hatte er aber schon den Entschluss gefasst, nach London zu gehen. "Erst dann hat Hertha um mich gekämpft und mit mir über einen Profivertrag gesprochen", berichtet der Verteidiger. "Aber es war einfach zu spät." So kassierten die Berliner kolportierte 600 000 Euro Ablöse und spielt Rekik in den kommenden Monaten für die Arsenal-Reserve. Anders als bei Hertha soll bei den Gunners aber der Weg zu den Profis klar vorgezeichnet sein.

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Lars Pollmann  
10.01.2021