Siebenstellige Ablöse gefordert

Neben internationalen Top-Klubs: Samardzic bei Gladbach angeboten?

Samardzic gehört zu den größten Talenten des DFB. Foto: Charles McQuillan/Getty Images for DFB
Samardzic gehört zu den größten Talenten des DFB. Foto: Charles McQuillan/Getty Images for DFB

Die Nachwuchsarbeit von Hertha BSC genießt in Deutschland einen exzellenten Ruf. Als eines der größten Talente schaffte es zuletzt Lazar Samardzic zu seinen ersten Pflichtspielen bei den Profis. Der Juniorennationalspieler und seine Berater befinden sich nun im Clinch mit den Berlinern. Heißt der Ausweg Borussia Mönchengladbach?

Wie die Bild-Zeitung berichtet, will sich der Offensivspieler aus der Hauptstadt streiken. Seit mehreren Wochen fehlt er im Training, offizielle Äußerungen dazu sind bisher Mangelware. Hertha hat dem Bericht zufolge nun die Nase voll, strebt die Trennung an. Für eine siebenstellige Summe darf Samardzic sich einem neuen Klub anschließen. Seine Berater sind schon längst auf der Suche. Internationale Top-Klubs wie der FC Chelsea oder Juventus Turin seien kontaktiert worden, zuletzt auch der FC Barcelona. Und eben Gladbach.

32 Minuten Profifußball

Der deutsche Champions-League-Teilnehmer wirkt dabei wie ein deutlich realistischeres Ziel für Samardzic, der bislang auf 32 Minuten im Profifußball kommt. Die Fohlen könnten in Trainer Marco Rose den perfekten Lehrmeister für einen hochtalentierten, aber noch unreifen Kicker sehen. Somit würde Samardzic zur lukrativen Wertanlage für Gladbach, das in der kommenden Saison auf drei Hochzeiten tanzen will. Allerdings wird sich der Klub genau überlegen, ob ein Engagement des Jungprofis wegen seiner Entourage die Investition wert ist.

Berater drohten mit Rechtsstreit

Die Berater von Samardzic sollen Hertha BSC zuletzt einen Rechtsstreit angedroht haben, um ihn vorzeitig aus seinem Vertrag zu bekommen. Demnach wollen sie die Gültigkeit des Deals aus dem Jahr 2017 anfechten. Seinerzeit unterschrieb der gebürtige Berliner dem Vernehmen nach einen Fördervertrag mit anschließender Option auf zwei weitere Jahre. Das ist bei minderjährigen Spielern eigentlich Standard, um sie über den 18. Geburtstag hinaus im Verein zu halten. Samardzic ist so bis 2022 an den Hauptstadtklub gebunden. Doch beide Seiten streben nun ein Ende der Beziehung an.

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Lars Pollmann  
14.08.2020