Torhüter von PSG

Neapel-Boss erklärt: Darum scheiterte der Navas-Transfer

Navas wollte PSG eigentlich verlassen. Foto: Getty Images
Navas wollte PSG eigentlich verlassen. Foto: Getty Images

Die SSC Neapel ist mit elf Punkten aus den ersten fünf Serie-A-Spielen sowie dem berauschenden Sieg über den FC Liverpool zum Auftakt in die Champions League blendend in die Saison gestartet. Bei den Süditalienern herrscht große Zufriedenheit auch mit dem Transfergeschäft im Sommer. Nur ein Deal ließ sich nicht bewerkstelligen: Keylor Navas sollte als neuer Torhüter kommen.

Der Costa-Ricaner ist stattdessen bei Paris Saint-Germain geblieben, wo er keine Aussichten auf nennenswerte Einsatzzeiten hat. Die in der Vorsaison praktizierte Rotation mit Gianluigi Donnarumma ist aktuell kein Thema mehr unter Neu-Trainer Christophe Galtier. Deshalb galt Navas dem Vernehmen nach durchaus als wechselwillig. Jedoch stellte er sich für Napoli letztlich als unbezahlbar heraus, wie Cristiano Giuntoli gegenüber dem Corriere dello Sport erklärt.

Bei Ruiz-Transfer involviert

"Wir haben beste Beziehungen zu den Verantwortlichen von PSG. Sie waren an Fabian Ruiz interessiert, den wir verkaufen mussten. Und wir wollten im Gegenzug einen starken Torhüter holen, der sich mit Alex Meret messen würde", berichtet der Sportdirektor. Im Raum stand dabei eine Vertragsauflösung bei PSG, in deren Rahmen Navas eine Abstandszahlung hätte erhalten sollen, um das geringe Gehalt in Italien aufzufangen. "Sie haben sich mit dem Spieler nicht wegen des Gehalts geeinigt. Sie wussten, dass wir eine verbindliche Obergrenze haben", sagt Giuntoli nun. Bei PSG habe Navas 15 Millionen Euro brutto kassiert.

Auch im Winter kein Thema

Bei Neapel verdiene kein Spieler so viel Geld, dass in der Kabine Neid aufkomme, betont der Sportdirektor. Auch für eine potenzielle Stammkraft mit riesiger Erfahrung wie im Falle von Navas gebe es keine Ausnahmen. Der 35-Jährige soll demnach auch kein Thema für den Winter werden. "Wir schenken Meret unser Vertrauen. Wir sind froh, dass er bei uns geblieben ist. Gegen Liverpool hat er ein großes Spiel gemacht", so Giuntoli. Der zweifache A-Nationalspieler Meret war in der Vorsaison hinter David Ospina nur die Nr.2, den Kolumbianer hat es am Ende der Spielzeit zu Al-Nassr nach Saudi Arabien gezogen.

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Lars Pollmann  
10.09.2022