Frauenfußball bei den Ruhrgebietsgrößen

Nationalspielerin Magull hofft beim BVB auf "größere Ambitionen" als bei S04

Magull hofft auf den BVB. Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images
Magull hofft auf den BVB. Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund hat seine Fans in einer Umfrage im Juni und Juli um ein Meinungsbild zum Einstieg in den Frauenfußball gebeten. Allgemein wird erwartet, dass im November bei einer Mitgliederversammlung Ergebnisse präsentiert werden. Lina Magull hofft auf einen Einstieg des BVB auf hohem Niveau.

"Ich finde es super und hoffe, dass es beim BVB dann in die richtige Richtung geht und es nicht zehn Jahre dauert, bis Borussia Dortmund in der Bundesliga angekommen ist", so die Nationalspielerin gegenüber der WAZ. Der Klub hatte seinen Fans verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. Ob die Schwarzgelben im Amateuerbereich loslegen oder eine Lizenz weiter oben erwerben, bleibt abzuwarten. Für den Frauenfußball im Ruhrgebiet und ganz Deutschland hofft Magull auf die Signalwirkung, die ein Top-Klub wie der BVB mit sich bringen würde.

"Große Aufmerksamkeit erregen"

"Ein so großer Verein wie Dortmund kann mit seinem Engagement noch mal große Aufmerksamkeit erregen", sagt die gebürtige Dortmunderin, die für die Frauen des FC Bayern spielt. Der FC Schalke 04 hatte kürzlich den Aufbau einer Frauen-Abteilung begonnen, allerdings soll die Mannnschaft im Breitensport in der Kreisklasse loslegen. "Bei einem Klub wie dem BVB sollte ein Engagement schon mit größeren Ambitionen verbunden sein", fordert Magull. 

"Die Liga professionalisieren"

Unter Fans dürfte die Meinung zwiegespalten sein. Schließlich kritisieren Anhänger des BVB häufig 'Plastikvereine' wie RB Leipzig, die sich dank des Einkaufs einer Lizenz die Ochenstour durch die untersten Ligen erspart haben. Magull aber argumentiert aus Sicht des Frauenfußballs. "Um die Liga zu professionalisieren, ist es einfach wichtig, dass auch die Männervereine uns unterstützen", so die 26-Jährige. Unter den zwölf Teilnehmern der neuen Frauenbundesliga-Saison finden sich sieben Klubs, die auch in der 1. Bundesliga der Herren vertreten sind.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
22.08.2020