Keine Abhebe-Gefahr

Nationalspieler Italiens - Grifo: "Repräsentiere den Verein"

Grifo feierte gegen Estland im November sein Tor-Debüt. Foto: ALBERTO PIZZOLI/AFP via Getty Images
Grifo feierte gegen Estland im November sein Tor-Debüt. Foto: ALBERTO PIZZOLI/AFP via Getty Images

Die italienische Nationalmannschaft gehört unter Trainer Roberto Mancini zu den formstärksten Auswahlen in Europa und zum Favoritenkreis für die EURO am Saisonende. Neben Stars von internationalen Top-Klubs gehört auch Vincenzo Grifo vom SC Freiburg zum erweiterten Aufgebot der Azzurri.

"Die Fans sind stolz darauf, dass in der italienischen Nationalmannschaft einer mit der Zehn rumläuft, der in Freiburg spielt. Ich repräsentiere den Verein", berichtet der 27-Jährige gegenüber dem Magazin 11Freunde. Fünf A-Länderspiele sind für den gebürtigen Pforzheimer verbucht, zuletzt erzielte er im Test gegen Estland im November seine ersten beiden Treffer. Dass er wegen seines Status als italienischer Nationalspieler abheben könnte, verneint Grifo.

"Kein Aubameyang"

Er sei "kein Aubameyang", so der Mittelfeldmann in Anspielung auf den streitbaren Starstürmer, der bei Borussia Dortmund mit so mancher Eskapade auf sich aufmerksam gemacht hatte. "Das ist ein ganz feiner Junge, aber ich bin nicht der Typ, der mit silbernem Ferrari durch die Innenstadt brettert." So ganz konnte Grifo dabei gar nicht glauben, als er 2018 erstmals für Italien nominiert wurde.

"Wie paralysiert eine Wand in der Kabine angestarrt"

"Ich habe für ein paar Minuten wie paralysiert eine Wand in der Kabine angestarrt. Und meine Familie hat einen Autokorso durch unsere Straße gemacht", erinnert der damalige Hoffenheimer. Silberne Sportwagen aus Maranello dürften dabei nicht gesichtet worden sein. Wohl aber Fahnen und Schals, die die freudig erregte Familie Grifo an den Wagen fixiert hatten. "Irgendjemand spielte die italienische Nationalhymne ab", erinnert der Freiburg-Profi den wohl etwas surrealen Moment fernerhin.

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Lars Pollmann  
17.12.2020