Wettbewerbsverzerrung

Nationalspieler-Abstellung: Der große Kontrast zwischen Werder und Hertha

Während sich unter anderem Herthas Stürmer Krzysztof Piatek (M.) auf Länderspielreise begibt, bleiben die meisten Bremer zuhause.
Während sich unter anderem Herthas Stürmer Krzysztof Piatek (M.) auf Länderspielreise begibt, bleiben die meisten Bremer zuhause. (Foto: imago)

Länderspielpause - mal vom straffen Spielplan durchatmen und regenerieren. Jedoch gilt das nicht für alle Klubs, stellen diese eine Großzahl ihrer Spieler zu den Nationalmannschaften ab. Ein besonders großer Unterschied herrscht zwischen Werder Bremen und Hertha BSC, die den FC Bayern München und Borussia Dortmund vor der Brust haben.

Viele Akteure von Werder Bremen werden nicht auf Länderspielreise gehen, obwohl sie von ihrem jeweiligen Verband eingeladen wurden. Grund dafür ist das Bremer Gesundheitsamt, das vorschreibt: Wenn die Spieler in die europäischen Risikogebiete reisen, müssen sie anschließend 14 Tage in Quarantäne. Da Werder diesen Verlust einiger Leistungsträger nicht auffangen kann, verweigerte der Klub seinen Spielern die Ausreise. Zumal als nächster Gegner der FC Bayern München in der Bundesliga wartet. Immerhin Torwart Jiri Pavlenka (Tschechien) dürfe für sein Land antreten, findet das Freundschaftsspiel gegen Deutschland (11.11.) in Leipzig statt.

Wettbewerbsverzerrung in der Bundesliga

Die Behörden in Berlin ticken derweil anders. Hertha BSC wird in der aktuellen Länderspielpause 13 Nationalspieler abstellen, weil die Quarantäne-Verordnung für zurückkehrende Akteure in der Hauptstadt nicht gilt. Für Hertha-Coach Bruno Labbadia bedeutet das vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund, dass er unter anderem auf Leistungsträger wie Niklas Stark (Deutschland), Dedryck Boyata und Dodi Lukebakio (Belgien), Peter Pekarik (Slowakei), Krzysztof Piatek (Polen) und Matheus Cunha (Brasilien) im Training verzichten muss. Kein Wunder also, wenn das Wort Wettbewerbsverzerrung in einigen Fan-Kreisen fällt.

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Tom Jacob  
10.11.2020