DFB-Team

Nationalspieler Brandt: "Die perfekte Position für mich gibt es vielleicht gar nicht"

Julian Brandt erzielte drei Treffer für die deutsche Nationalelf seit seinem Debüt 2016. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Julian Brandt erzielte drei Treffer für die deutsche Nationalelf seit seinem Debüt 2016. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Die deutsche Nationalmannschaft wird am Donnerstag gegen Spanien in der UEFA Nations League (20.45 Uhr, ZDF) antreten. Mittelfeldspieler Julian Brandt möchte die Gelegenheit nutzen um Argumente für einen Platz in Joachim Löws EM-Kader zu sammeln.

"Für mich kommen die Spiele jetzt zum genau richtigen Zeitpunkt. Die Vorbereitung ist abgeschlossen, ich bin voll im Saft", sagte der Julian Brandt über die bevorstehenden Partien von Deutschland gegen Spanien und die Schweiz. Bei den zehn Länderspielen im Kalenderjahr 2019 stand der Mittelfeldspieler fünfmal für das DFB-Team in der Startelf und wurde dreimal eingewechselt. "Ich bin reflektiert genug, um zu erkennen, dass in der Nationalelf für mich noch viel, viel mehr geht", erklärte der 24-Jährige dem Kicker.

Vielseitigkeit ein Vorteil

Bei der Kadernominierung für die Weltmeisterschaft in Russland 2018 entbrannten damals heftige Diskussionen über Löws Entscheidung, Brandt den Vorzug gegenüber Manchester-City-Spieler Leroy Sane zu geben. Unklar ist, wie der Bundestrainer den 31-fachen Nationalspieler, der sich bei Borussia Dortmund am liebsten im Zentrum sieht, in die Nationalelf integrieren will. "Beim DFB habe ich oft auf außen gespielt und kam damit auch super klar. Ich sehe mich deshalb aber nicht als klassischen Flügelstürmer. Die eine perfekte Position für mich gibt es vielleicht auch gar nicht. Und es ist ja auch gar nicht so schlecht für einen Trainer, wenn er sieht, dass er mich vielseitig einsetzen kann", so Brandt.

Zurück an die Spitze

Der ehemalige Leverkusener will nicht nur mit dem BVB in den nächsten zwölf Monaten hoch hinaus. "Ich hoffe, dass wir bei der EM besser abschneiden können als bei der WM", sagte Brandt, der das DFB-Team nicht als Top-Favoriten einschätzt. Er ergänzt: "Wir wollen als Team dorthin zurück, wo wir schon mal waren, und ich persönlich will mich weiter etablieren."

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Stefan Buczko  
03.09.2020