Absage im Jahr 2018

Nagelsmann: "Wir sprechen wieder, wenn Real einen Trainer braucht"

Das richtige Outfit für die Blancos hätte Nagelsmann parat. Foto: Uwe Anspach/Pool via Getty Images
Das richtige Outfit für die Blancos hätte Nagelsmann parat. Foto: Uwe Anspach/Pool via Getty Images

Julian Nagelsmann trifft in der kommenden Woche im Viertelfinale der Champions League mit RB Leipzig auf Atletico Madrid. Die Rot-Weißen könnten heute der Erzfeind seines Teams sein, wäre er 2018 dem Lockruf von Real Madrid gefolgt.

Dass es Gespräche zwischen dem Trainer und den Königlichen gab, hat er schon öfters in Interviews mitgeteilt. "Ich war einer der Kandidaten und die Liste war nicht lang", sagt er nun gegenüber der spanischen Sportzeitung Marca. "Ich hatte ein gutes Gespräch mit Jose Angel Sanchez, aber wir haben entschieden, dass es noch nicht der richtige Schritt ist." Sanchez ist der beinahe sagenumwobene Generaldirektor von Real, der die Öffentlichkeit meidet wie Vampire das Weihwasser, im Hintergrund aber viele Fäden in der Hand hält.

"Die Entscheidung habe ich getroffen"

Die endgültige Absage sei dann von Nagelsmann selbst gekommen. "Wir haben miteinander gesprochen, aber die Entscheidung habe ich getroffen." Eine Absage an den vielleicht größten Verein der Welt dürfte Nagelsmann nicht leicht gefallen sein, auch wenn sie inhaltlich mit hoher Wahrscheinlichkeit der richtige Schritt war. Das Interesse der Madrilenen schmeichelt dem Leipzig-Coach noch heute. "Wir haben vereinbart, dass wir erneut reden können, wenn Real Madrid zukünftig einen Trainer braucht. Und ich verfügbar bin." Er könnte sich im Voraus beliebt machen, indem er Lokalrivale Atletico aus der Königsklasse schmeißt.

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Lars Pollmann  
09.08.2020