Verletzte

Nagelsmann: "Wir sollten nicht in Panik verfallen"

Nagelsmann hat seinen ersten Test auf der Bayern-Bank verloren. Foto: Imago
Nagelsmann hat seinen ersten Test auf der Bayern-Bank verloren. Foto: Imago

Die Personalsituation des FC Bayern spitzt sich dieser Tage zu. Nach Alphonso Davies und Lucas Hernandez hat sich jüngst auch Marc Roca für einige Wochen abgemeldet. Weil zudem die zahlreichen EURO-Fahrer erst noch zurückkehren müssen, kann Neu-Trainer Julian Nagelsmann nur mit wenigen Spielern arbeiten, die in der Saison auch eine echte Rolle spielen werden.

Da reicht ein Blick auf die erste Aufstellung, die Nagelsmann bei seinem Test-Debüt gegen den 1.FC Köln am Samstag ins Rennen schickte. Mit den Neuzugängen Omar Richards und Dayot Upamecano standen nur zwei Spieler auf dem Feld, die auch realistische Chancen auf eine Nominierung für die ersten Pflichtspiele haben dürften. Entsprechend ist auch die 2:3-Niederlage einzuordnen, die es gegen vergleichsweise gut besetzte Geißböcke setzte. Nicht nur das Ergebnis, auch die Gesamtsituation betrachtet Nagelsmann noch recht entspannt.

"Die finanziellen Voraussetzungen bleiben die gleichen"

"Wenn alle gesund bleiben ist der Kader ausreichend. Wenn es wie jetzt läuft, ist klar, dass man nochmal sondiert", zitiert der TV-Sender Sky den Chefcoach des FC Bayern. "Aber die finanziellen Voraussetzungen bleiben die gleichen wie in den letzten Wochen." Schon bei seiner offiziellen Vorstellung hatte Nagelsmann betont, genau um die wirtschaftlichen Probleme des Klubs in der Corona-Krise zu wissen und deshalb nicht mit großen Wunschzetteln nach München gekommen zu sein.

"Immer auf Gegebenheiten reagieren"

"Es ist auch nicht so, dass die Spieler vier Monate oder mehr ausfallen", so Nagelsmann weiter. "Wir sollten nicht in Panik verfallen, auch wenn man immer auf Gegebenheiten reagieren muss." Der 33-Jährige könnte auf die Verletzten-Problematik gerade auf der linken Abwehrseite auch mit einer System-Umstellung reagieren, zudem soll und will er Talente wie Josip Stanisic, der auch gegen Köln zum Einsatz kam, fördern. Nachkäufe stehen also beim FC Bayern weiter nicht weit oben auf der Agenda.

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Lars Pollmann  
18.07.2021