Plötzlich Verteidiger

Nagelsmann über Havertz-Experiment: "Weltklasse gemacht"

Kai Havertz war am Samstag Linksverteidiger. Foto: Getty Images.
Kai Havertz war am Samstag Linksverteidiger. Foto: Getty Images.

Die Rolle des linken Außenverteidigers war für Kai Havertz neu, schließlich spielt er beim FC Arsenal auf einer offensiveren Position. Das Experiment beim Länderspiel zwischen Deutschland und der Türkei (2:3) ist laut Bundestrainer Julian Nagelsmann aber aufgegangen.

Um trotz des großen Konkurrenzkampfes so viele Angreifer wie möglich aufzubieten, geht Julian Nagelsmann manchmal unkonventionelle Wege. Die Flügelspieler werden je nach System zu Schienenspielern transformiert, die auch die Defensive im Blick haben sollen. Beim FC Bayern wurde beispielweise Kingsley Coman in der "Joker"-Rolle, wie Nagelsmann seine Schienenspieler nennt, eingesetzt, beim Aufeinandertreffen von Deutschland und der Türkei war Kai Havertz an der Reihe.

Nagelsmann: "Er hat es Weltklasse gemacht"

Nach dem Schlusspfiff in Berlin erläuterte Nagelsmann laut Eurosport, Havertz bringe "von seiner Größe, der Geschwindigkeit, der Qualität und dem Verantwortungsbewusstsein alles mit, um so einen offensiven Joker zu spielen." Der 24-Jährige habe Bereitschaft signalisiert, die neue Rolle auszuprobieren, und während der 90 Minuten überzeugt: "Er hat es Weltklasse gemacht, viele Situationen gelöst, ein Tor gemacht, vorne vieles bewegt. Er ist ein Weltklassespieler."

"Sehr, sehr große Chance" für Havertz

Gegen Österreich (Dienstag, 20.45 Uhr) wirkt es vorstellbar, dass Havertz erneut als linker Joker eingesetzt wird - eine Idee, die Nagelsmann auch für die Europameisterschaft in Erwägung zieht. "Ich sehe darin kein Risiko für ihn, sondern eine sehr, sehr große Chance, eine tragende Rolle bei einer Heim-EM zu spielen. Einer der Topspieler einer EM zu sein", betonte der Bundestrainer seine Überzeugung in den plötzlichen Linksverteidiger Havertz, dessen Qualitäten im Spiel nach vorne weiter zur Geltung kommen.

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Florian Bajus  
19.11.2023