4:0-Sieg in Lissabon

"Waren in Kontakt": Kranker Nagelsmann gab aus Hotel Kommandos

Nagelsmann musste den Sieg in Lissabon über das Fernsehen mitverfolgen.
Nagelsmann musste den Sieg in Lissabon über das Fernsehen mitverfolgen. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Wie der FC Bayern vor dem Anpfiff in der Champions League gegen Benfica Lissabon (4:0) verkündete, reiste Cheftrainer Julian Nagelsmann wegen eines grippalen Infekt nicht mit ins Estadio da Luz. Doch vom Hotel aus gab der 34-Jährige seinen Assistenten trotzdem Anweisungen.

Am Mittwochabend wurden mit Dino Toppmöller und Xaver Zembrod die Co-Trainer von Julian Nagelsmann mit der Aufgabe vertraut gemacht, den FC Bayern gegen Benfica Lissabon ohne ihren Cheftrainer an der Seitenlinie zu coachen. Toppmöller, der so in die eigentliche Rolle Nagelsmanns schlüpfte, sorgte durchaus für mutige Entscheidungen, wechselte er in der 66. Spielminute beispielsweise Offensivmann Serge Gnabry für Verteidiger Benjamin Pavard ein.

"Machst nicht selbstständig deine Wechsel"

Doch Toppmöller gestand nach dem Schlusspfiff bei DAZN: "Man sieht, dass Julian zwar krank ist, aber im Kopf trotzdem noch ganz fit ist und da eine super Idee hatte mit Serge, den reinzubringen." Der Assistent des Chefcoaches offenbarte: "Na klar, wir waren in Kontakt. Da gehst du jetzt nicht hin und machst selbstständig deine Wechsel, wie es dir gerade gefällt, sondern wir waren in Kontakt mit Julian." Ob auch beim kommenden Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) taktische Entscheidungen per Funk abgestimmt werden müssen, ist noch offen und abhängig davon, ob sich Nagelsmann bis dato wieder in der Lage sieht, an der Seitenlinie des FC Bayern zu stehen.

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Adrian Kuehnel  
21.10.2021