Stürmer nun weg

Nagelsmann räumt Meinungsverschiedenheiten mit Lewandowski ein

Nagelsmann (r.) coachte Lewandowski nur in einer Saison beim FC Bayern. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Nagelsmann (r.) coachte Lewandowski nur in einer Saison beim FC Bayern. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Cheftrainer Julian Nagelsmann und Stürmer Robert Lewandowski wurde beim FC Bayern ein angespanntes Verhältnis nachgesagt. Nagelsmann will dies nicht unterstreichen, räumt aber ein, dass es manch unterschiedliche Ansichten gab.

Wollte sich Robert Lewandowski beim FC Bayern für die Ideen von Julian Nagelsmann nicht begeistern und wechselte mitunter deshalb zum FC Barcelona? "Nein, das stimmt so nicht", stellt Nagelsmann im Interview mit der FAZ klar. Der Chefcoach der Münchner meint jedoch: "Manchmal hatte Lewy vielleicht eine subjektive Wahrnehmung, was völlig normal ist." Dazu bringt er folgendes Beispiel: "In der Hinrunde hat er in einem Interview gesagt, dass er weniger Flanken bekommt. Ich habe das geprüft. Das Ergebnis: Er hat in der Hinrunde drei Flanken weniger bekommen als in der Saison davor."

Nagelsmann fordert nach Lewandowski-Abgang: "Jeder muss mehr Verantwortung übernehmen"

Dass der FC Bayern mit Lewandowski viel Qualität in der Sturmspitze verloren hat, weiß Nagelsmann. "Wir müssen auf eine andere Art und Weise Tore schießen", sagt er und erklärt: "Wir haben – mit Ausnahme von Eric Maxim Choupo-Moting und Joshua Zirkzee – keinen klassischen Zielspieler mehr. Wie können wir das kompensieren? Jeder muss mehr Verantwortung übernehmen." Laut dem 35-Jährigen müssten sich seine Spieler nun "mehr bewegen". Der akribische Übungsleiter "sehe darin aber auch eine Chance: Wir könnten variabler werden. Beim Supercup in Leipzig haben wir so fünf Tore geschossen". Optimismus scheint somit beim Rekordmeister trotz des Abgangs von Lewandowski zum FC Barcelona zu herrschen.

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Adrian Kuehnel  
04.08.2022