Spekulationen über Bundestrainer

Nagelsmann-Comeback? "Würde er sich zweimal überlegen"

Julian Nagelsmann wird mit einer Rückkehr zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images.
Julian Nagelsmann wird mit einer Rückkehr zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images.

In Medienberichten über die Trainerfrage beim FC Bayern wird über eine Rückkehr von Julian Nagelsmann spekuliert. Dietmar Hamann zweifelt am Interesse des 36-Jährigen, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren.

Es wäre zweifelsohne spektakulär, würden der FC Bayern und Julian Nagelsmann ein zweites Mal zueinanderfinden. Der Bundestrainer wurde im März 2023 vom ehemaligen Führungsduo Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn freigestellt und würde in die Fußstapfen seines Nachfolgers Thomas Tuchel treten. Inwiefern kursierende Berichte über einen Austausch zwischen dem neuen Sportvorstand Max Eberl und der Nagelsmann-Seite zutreffen, bleibt abzuwarten, im Gegensatz zu Lothar Matthäus sähe Dietmar Hamann eine Rückkehr allerdings kritisch.

Hamann: "Kann mir nicht vorstellen, dass Nagelsmann das macht"

"Ich kann mir vorstellen, dass Bayern Interesse hätte, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er das macht", sagte Hamann am Sonntagabend bei Sky90. "Ich glaube auch nicht, dass es eine gute Idee wäre, zurückzugehen. Ich hätte kein gutes Gefühl."

"Wenn man sieht, wo sie mit Kane und Kim stehen..."

Er halte Nagelsmann für "einen sehr intelligenten Mann" und sei überzeugt, dass der Bundestrainer bei einer Anfrage vom Rekordmeister viele Punkte reflektieren würde. "Ich glaube, er würde sich das zweimal überlegen, ob er das noch einmal macht. Wenn man sich mal vorstellt, wo sie vor einem Jahr standen: Sie waren in allen Wettbewerben, in der Liga einen Punkt hinter Dortmund. Wenn man sieht, wo sie jetzt mit Harry Kane und Min-Jae Kim stehen - das muss man sich mal vor Augen halten in der Trainerdiskussion."

Hamann: Darum hätte Hoeneß "wunderbar gepasst"

Der ehemalige Bayern-Profi (1989-1993) wiederholte seine Überzeugung, Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart wäre im Hinblick auf die mittelfristige Planung der passende Cheftrainer für den FC Bayern gewesen. "Der Verein braucht einen Menschen, sie müssen jemanden holen, bei dem Empathie an vorderster Front steht. Deshalb glaube ich, dass Hoeneß wunderbar dorthin gepasst hätte." Der Neffe von Ehrenpräsident Uli Hoeneß nehme sich "nicht zu wichtig, ist demütig, bodenständig", ergänzte Hamann. Einzig die Frage, ob Hoeneß mit den Star-Spielern beim FC Bayern zurechtkäme, wäre offen geblieben. Die Vertragsverlängerung beim VfB war allerdings ein klares Signal, wie der 41-Jährige seine Zukunft plant.

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Florian Bajus  
31.03.2024