Struth wehrt sich gegen Begriff "Vertragsbruch"

Nagelsmann-Berater: "Mit keiner Kalaschnikow reingerannt"

Struth begleitete den Wechsel von Nagelsmann. Foto: Imago
Struth begleitete den Wechsel von Nagelsmann. Foto: Imago

Der Wechsel von Julian Nagelsmann von RB Leipzig zum FC Bayern zur neuen Saison hat hohe Wellen geschlagen. Der Rekordmeister muss für den neuen Cheftrainer eine Rekordsumme zahlen, weil der in seinem noch gültigen Kontrakt bei den Sachsen keine Ausstiegsklausel hatte. Volker Struth wehrt sich dabei gegen den Begriff 'Vertragsbruch'.

"Das Wort Vertragsbruch hört sich schon so an wie eine Straftat. Aber weder ich, noch mein Partner oder Nagelsmann sind da mit einer Kalaschnikow reingerannt und haben gesagt: 'Jetzt ist hier Feierabend!'", scherzt der Berater des Übungsleiters im Sport1-'Doppelpass'. Stattdessen habe Nagelsmann seinen Wunsch geäußert, den Kindheitstraum vom FC Bayern in Erfüllung gehen zu lassen. In Leipzig mögen sie sich dagegen anfangs noch gewehrt haben, letztlich blieb aber nichts anderes übrig, als eine möglichst hohe Ablöse herauszuschlagen.

"Wir müssen uns an diese Summen gewöhnen"

"Wenn ein Trainer vorzeitig entlassen wird, wenn es nicht läuft, dann wäre das doch auch Vertragsbruch, aber darüber spricht man dann nicht. Ich sehe das ganz anders, für mich ist das kein Vertragsbruch", erklärt Struth. Genauso wenig hält er die Höhe der Ablöse für unanständig. Nagelsmann gehöre zu den besten Trainern in Europa, entsprechend angemessen sei die Abstandszahlung des FC Bayern an RB Leipzig. "Es ist das erste Mal, dass eine Summe in dieser Dimension für einen Trainer bezahlt wird. Ich denke, dass wir uns daran gewöhnen müssen", so Struth. Laut Medienberichten könnten insgesamt über 20 Millionen Euro vom FC Bayern an RB Leipzig fließen.

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Lars Pollmann  
02.05.2021