Tottenham-Stürmer

Nächstes 'Nein' nur Taktik? Bayern bleiben voll im Poker um Kane

Der Poker um Kane liefert weiter die Schlagzeilen. Foto: Getty Images
Der Poker um Kane liefert weiter die Schlagzeilen. Foto: Getty Images

Das Werben des FC Bayern um die Dienste von Harry Kane ist längst zu einer sehr öffentlichen Transfersaga geworden. Am Montag wurde dabei das nächste Kapitel aufgeschlagen. Englische Medien berichteten am frühen Nachmittag übereinstimmend über die neuerliche Ablehnung des jüngsten Angebots der Münchner für den Starstürmer.

Die Offerte war zuvor bisweilen als 'letztes Angebot' bezeichnet worden, diverse englische Medien nutzen die Formulierung weiterhin. Demnach wäre zu bezweifeln, ob die Bayern den schwierigen Transfer weiter verfolgen werden. Deutsche Berichterstatter beurteilen die Situation freilich durchaus anders. Hierzulande heißt es unter anderem auch, dass die Tottenham Hotspur den Abonnement-Meister der Bundesliga noch gar nicht über die Ablehnung des jüngsten Angebots unterrichtet hätten. Wie etwa kicker.de schreibt, liegt die Vermutung nahe, dass die Spurs ihr 'Nein' an die Medien auf der Insel durchgesteckt haben.

Alles nur Taktik?

Ob es sich dabei um eine Retourkutsche für die zuletzt aus München durchgesickerte 'Deadline' für den Transfer am Freitag handelt, sei dahingestellt. Bemerkenswert ist jedenfalls, dass die Londoner in der Heimat für ihre Haltung in den Verhandlungen um Kane ein positives Echo erfahren. "Tottenham tanzt nicht nach der Pfeife von Bayern", schätzt etwa der TV-Sender Sky Sports die Lage am Montag ein. Dass sich die Münchner nun vom Deal zurückzögen, ist aber kaum zu erwarten. Wie unter anderem der kicker und die Boulevardzeitung tz berichten, bleibt der Rekordmeister sehr wohl im Poker um die Dienste von Kane.

Bayern hält weiter ein gutes Blatt

Dabei hält Bayern schließlich auch ein gutes Blatt in der Hand. Tottenham kann kaum daran gelegen sein, den Superstar 2024 ablösefrei zu verlieren, dann womöglich sogar zu einem Konkurrenten in England. Ein Wechsel nach München würde den Status des 30-Jährigen als Spurs-Legende erhalten und keinen unmittelbaren Gegner stärken. Zudem darf bisher davon ausgegangen werden, dass sich Kane auf den Wechsel in die Bundesliga festgelegt hat. Der Torjäger selbst drängt allerdings auf eine Entscheidung in den kommenden Tagen. Einerseits will er nach Möglichkeit vor dem Saisonauftakt der Premier League am Wochenende Gewissheit haben, zum anderen spielen familiäre Gründe eine Rolle: Seine hochschwangere Ehefrau ist schon nicht mehr reisefähig und würde sich sicher lieber auf die Geburt des vierten gemeinsamen Kindes konzentrieren, als sich Gedanken um die ungewisse Zukunft machen zu müssen.

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Lars Pollmann  
07.08.2023