Einlass-Chaos bei CL-Finale

Nach Tränengas-Einsatz: UEFA kündigt Aufarbeitung an

Viele LFC-Fans kamen verspätet ins Stade de France. Foto: Getty Images.
Viele LFC-Fans kamen verspätet ins Stade de France. Foto: Getty Images.

Im Vorfeld des Champions-League-Finals zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid (0:1) kam es auf Seiten der Reds zu chaotischen Szenen beim Einlass. Unter anderem verwendete die Polizei Tränengas. Die UEFA kündigte eine Aufarbeitung des Vorfalls an.

Aufgrund des verzögerten Einlasses zahlreicher Fans des FC Liverpool wurde das Champions-League-Finale zwischen dem englischen Vizemeister und Real Madrid mit 35 Minuten Verspätung angepfiffen. Am späten Samstagabend erläuterte die UEFA in einer Stellungnahme die Gründe für die Verzögerung und kündigte zugleich eine Aufarbeitung an.

Fan-Stau verzögerte Anstoß

Dem europäischen Verband zufolge sollen Drehkreuze von Stadionbesuchern blockiert worden sein, die das Stade de France offenbar mit gefälschten Tickets betreten wollten. "Dadurch bildete sich ein Stau von Fans, die versuchten, hineinzukommen. Infolgedessen verzögerte sich der Anpfiff um 35 Minuten, damit so viele Fans wie möglich mit echten Eintrittskarten ins Stadion gelangen konnten", erläuterte die UEFA.

Kritik an Tränengas-Einsatz

"Als die Zahl der Fans vor dem Stadion nach dem Anpfiff weiter anstieg, setzte die Polizei Tränengas ein und trieb sie aus dem Stadion", schrieb der Verband und betonte: "Die UEFA hat Mitgefühl mit den Betroffenen und wird die Angelegenheit gemeinsam mit der französischen Polizei, den Behörden und dem Französischen Fußballverband dringend weiter prüfen." 

Florian Bajus  
29.05.2022