Eintrachts Mittelfeldmann

Nach Rode-Verletzung: Sow meldet Führungsansprüche an

Djibril Sow bekommt von Schiedsrichter Harm Osmers die Gelbe Karte. Foto: Imago

Kapitän Sebastian Rode fehlt aktuell nach einer Knie-Arthroskopie bei Eintracht Frankfurt. In dessen Abwesenheit zieht der Schweizer Djibril Sow im Mittelfeld die Fäden und will das auch in Zukunft tun. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Schon bei der 2:5-Klatsche bei Borussia Dortmund gehörte Djibril Sow zu den besseren Akteuren in einer schlechten Mannschaft. Auch beim 0:0 gegen den FC Augsburg versuchte der 23-jährige Schweizer das Spiel an sich zu reißen. Ihm gelang zwar bei weitem nicht alles, auch weil er sich mit Nebenspieler Ajdin Hrustic erst noch finden muss, aber der Wille zu dominieren war eindeutig erkennbar. Nach dem Spiel meldete der Nationalspieler deutliche Ansprüche auf eine Führungsrolle: "Das ist mein drittes Jahr. Wir haben jetzt eine jüngere Mannschaft. Ich glaube, es gehört zu einer Entwicklung dazu, dass man diesen Schritt machen muss."

"Das ist mein Anspruch - und der des Trainers"

In der vergangenen Saison spielte Sow noch häufig neben dem 37-jährigen Routinier Makoto Hasebe. Von dessen Erfahrung profitierte der Mittelfeldspieler. Der Japaner saß gegen Augsburg lange auf der Bank, entsprechend war Sow als Chef im Mittelfeld gefragt. In der 67. Minute holte er sich dabei auch eine Gelbe Karte ab, weil er mit der Spielleitung von Schiedsrichter Harm Osmers überhaupt nicht einverstanden war. Ein Zeichen, das in der Vergangenheit auch Hasebe gerne mal gesetzt hat. "Man kann nicht immer auf erfahrenere, auf ältere Spieler angewiesen sein. Man muss diese Entwicklung durchmachen. Das ist mein Ziel für diese Saison. Das ist mein Anspruch, aber auch der des Trainers", sagte er. In den ersten Partien unterstrich er die Ambitionen und das dürfte seinem Trainer Oliver Glasner durchaus gefallen. 

Profile picture for user Benjamin Heinrich
Benjamin Heinrich  
23.08.2021