Schnelllebiges Geschäft

Nach nächstem S04-Umbruch: Nur vier Aufstiegshelden gesetzt?

Schalke hat seit dem Abstieg zwei Maxi-Umbrüche hinter sich. Foto: Getty Images
Schalke hat seit dem Abstieg zwei Maxi-Umbrüche hinter sich. Foto: Getty Images

Rouven Schröder hat seit Beginn seines Engagements beim FC Schalke 04 schon über 80 Kaderbewegungen verantwortet. Die Königsblauen haben sich erst nach dem Abstieg weitgehend neu aufgestellt und nun nach der sofortigen Rückkehr ins Oberhaus den nächsten Umbruch vollzogen. Dabei machen die Knappen auch keinen Halt vor Aufstiegshelden.

Wie die WAZ vorrechnet, verbleiben nach dem Ende der Transferperiode im Sommer nur vier Profis in der Top-Elf, die großen Anteil am Gelingen der Mission Sofortiger Wiederaufstieg hatten: Wenn alle Spieler fit und in Form sind, sieht die Regionalzeitung nur Marius Bülter, Thomas Ouwejan, Simon Terodde und Rodrigo Zalazar als gesetzt an. Auf nennenswerte Spielanteile sind zum Start der neuen Saison auch Dominick Drexler, Marcin Kaminski oder Malick Thiaw gekommen.

Thiaw, Itakura und Churlinov wären dabei

Während Letztgenannter sich aber den Traum vom Wechsel zur AC Mailand erfüllt hat, sind Drexler und Kaminski dem Bericht zufolge gewissermaßen unter den Verlierern der sehr betriebsamen Transferperiode des FC Schalke 04. Demnach wird erwartet, dass die beiden wie etwa schon Danny Latza von Neuzugängen dauerhaft auf die Bank verdrängt werden. Bei Thiaw hingegen ist der Verlust eines Aufstiegshelden eher unfreiwillig entstanden, wie zuvor schon bei Ko Itakura und Darko Churlinov, die nach Leihen nicht gehalten werden konnten. Unter den Stammkräften der Vorsaison sind ansonsten auch Martin Fraisl und Victor Palsson nicht mehr auf Schalke.

Auch der Trainer ist neu

Wie schnell sich die vermeintliche A-Formation mit sieben Neuzugängen finden kann, dürfte derweil eine entscheidende Frage werden, wenn es um die Aussichten auf den Klassenerhalt geht. "Die Jungs haben Großartiges geleistet. Es gibt aber Konkurrenzkampf auf den Positionen. Den wird jeder annehmen müssen, egal ob er neu ist, nur letztes Jahr da war oder schon viele Jahre da ist", zitiert das Blatt eine Aussage von Trainer Frank Kramer vor einigen Wochen. Der Übungsleiter selbst hatte mit dem Aufstiegs nichts zu tun und tut sich deshalb womöglich leichter, die Erfolgsgaranten der Vorsaison zugunsten von Neuzugängen auf die Bank zu versetzen.

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Lars Pollmann  
02.09.2022