Knackiges Programm

Nach Darmstadt: Darum warten auf Borussia wichtige Wochen

Borussia fand gegen Darmstadt kaum Lösungen. Foto: Getty Images.
Borussia fand gegen Darmstadt kaum Lösungen. Foto: Getty Images.

Borussia Mönchengladbach hat es gegen Darmstadt 98 verpasst, auf der guten Leistung im Auswärtsspiel gegen den FC Bayern aufzubauen. Allen voran im eigenen Ballbesitz offenbarten die Fohlen Schwächen. Mit Blick auf die bevorstehenden vier Partien wirkt die Situation nicht ungefährlich.

Borussia Mönchengladbach verlor am 3. Februar mit 1:3 gegen den FC Bayern verloren, doch in der Allianz Arena wusste die Fohlen-Elf mit mehreren Nadelstichen in der Offensive zu überzeugen. Im Vergleich zum 0:0 gegen Bayer Leverkusen am 27. Januar sprach Gerardo Seoane vor dem Heimspiel gegen Darmstadt 98 von einem Fortschritt im Spiel mit dem Ball, auf dem es aufzubauen gelte: "Das Spiel beginnt immer in der ersten Reihe: dass man einen geordneten Spielaufbau hat und es schafft, trotz Gegnerdruck gewisse Räume zu bespielen, um die Spieler mit höherer Kreativität in gewissen Zonen ins Spiel zu bringen. Es gilt, zu bestätigen, dass wir bestrebt sind, Fußball zu spielen und Initiative zu ergreifen, ohne defensiv nachzulassen."

Harmlose Offensive gegen Darmstadt

Am Samstagnachmittag war gegen die Lilien allerdings wenig davon zu sehen. Das Aufeinandertreffen der beiden schwächsten Defensiven der Bundesliga - Borussia kassierte 41 Gegentore, Darmstadt 49 - endete mit einem torlosen Remis, nachdem im Hinspiel noch sechs Treffer gefallen waren. Die Abwehr, in der Ko Itakura und Max Wöber ihr Comeback feierten, durfte sich über das zweite zu-Null-Spiel in dieser Saison freuen, die Offensive blieb derweil zum zweiten Mal im Kalenderjahr 2024 ohne Treffer und war in den vergangenen vier Spielen nur zweimal erfolgreich.

Seoane: "Haben das Spiel verschleppt"

Allen voran in den ersten 45 Minuten mangelte es an Ideen im Ballbesitz, um das Darmstädter Pressing zu überspielen und mit Tempo ins letzte Drittel vorzustoßen. Florian Neuhaus sollte den auf der Bank sitzenden Alassane Plea ersetzen, konnte aber kaum die Akzente setzen, mit denen der Franzose hinter der Spitze ein Unterschiedsspieler geworden ist. Auch nach dem Seitenwechsel spielte Borussia trotz einer Leistungssteigerung zäh, mit wenig Tempo und Entschlossenheit. "Wir haben das Spiel verschleppt, wir haben zu viele Kontakte genommen, waren nicht zielstrebig genug", bemängelte Seoane nach dem Spiel.

Auf Borussia warten Schlüsselspiele

Bei einem Blick auf die kommenden Bundesliga-Spieltage ist das kein gutes Zeichen. Nach dem Top-Spiel gegen das kriselnde RB Leipzig (Samstag, 18.30 Uhr) warten mit dem VfL Bochum, Mainz 05 und dem 1. FC Köln drei Gegner aus derselben Tabellenregion auf die Fohlen-Elf, die den 13. Tabellenplatz bekleidet. Gegen dieses Trio dürfte Gladbach mehr Ballbesitz haben als gegen Stuttgart, Leverkusen oder Bayern, die Hinrunden-Ausbeute von vier Punkten deutet jedoch ebenso wie das Darmstadt-Spiel darauf hin, dass sich die Mannschaft in dieser Situation nicht wohlfühlt.

Gelingt die Steigerung?

Rückkehrer Wöber macht sich keine Sorgen über ein mögliches Abrutschen in den Abstiegskampf, schließlich habe die Mannschaft ihr Potenzial schon mehrfach aufblitzen lassen. Allerdings ist Tabellenplatz 15 nur noch einen Punkt entfernt und als Köln am Sonntag bis zur Nachspielzeit gegen 1899 Hoffenheim führte, betrug der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur vier Punkte. Gegen Bochum, Mainz und den FC hat Borussia die Chance, ihren Anspruch einer stabilen Saison zu untermauern - doch um diese Spiele zu gewinnen, braucht es mehr Lösungen im Ballbesitz als gegen Darmstadt.

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Florian Bajus  
12.02.2024