Anwalt teilt mit

Nach Becherwurf-Skandal: Bochum fordert Spiel-Wiederholung

Der VfL Bochum lag gegen Gladbach mit 0:2 zurück, ehe ein Bierbecher den Linienrichter traf.
Der VfL Bochum lag gegen Gladbach mit 0:2 zurück, ehe ein Bierbecher den Linienrichter traf. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images

Nachdem ein voller Bierbecher seinen Assistenten Christian Gittelmann am Kopf getroffen hatte, brach Schiedsrichter Benjamin Cortus am vergangenen Freitagabend das Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach beim Stand von 0:2 ab. Nun fordert der VfL Bochum eine Wiederholung der Partie.

"Der Straftäter hat völlig legal sein Getränk gekauft und der Verein dadurch kein Verschulden an der Straftat. Deshalb muss das Spiel wiederholt werden. Das steht in Paragraph 18, im vierten Punkt der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB", teilte Horst Kletke, der Anwalt des VfL Bochum, am Mittwoch der Bild-Zeitung mit. Im besagten Paragraphen ist festgesetzt, dass eine Partie zu wiederholen ist, wenn keine der beiden Mannschaften die Schuld am Abbruch trifft.

Wird das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach nun tatsächlich wiederholt?

Ob der VfL Bochum mit dem Vorhaben Erfolg haben wird? Die Bild jedenfalls mutmaßt, "dass dieser Ansatz nur eine Verteidigungs-Strategie ist, um am Ende das drohende Bußgeld zu drücken oder einem möglichen Geisterspiel als DFB-Strafe zu entgehen". Wann mit einer finalen Entscheidung zu rechnen sein kann, ist indes offen. Sollte es ansonsten dabei bleiben, dass das Spiel nicht wiederholt wird, bleiben die drei Punkte bei Borussia Mönchengladbach.

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Adrian Kuehnel  
23.03.2022