FC Bayern

Müllers Handspiel-Ärger: "Ich bin kein Freund der Regel"

Thomas Müller ist über die Handspielregel der UEFA verärgert. Foto: Getty Images.
Thomas Müller ist über die Handspielregel der UEFA verärgert. Foto: Getty Images.

Der FC Bayern hatte in der Nachspielzeit des Champions-League-Spiels gegen den FC Kopenhagen auf einen Elfmeter gehofft, der nach Sichtung der Bilder in der Review-Area zurückgenommen wurde. Thomas Müller äußerte in diesem Kontext seinen Ärger über die Handspielregel.

Als Peter Ankersen in der 91. Minute eine Hereingabe von Frans Krätzig aus kurzer Distanz zwischen dem Oberarm und der Brust einklemmte, entschied Stephanie Frappart auf Elfmeter für den FC Bayern. Nach kurzer Absprache mit dem Video-Assistenten und einer Überprüfung der Bilder wurde der Strafstoß zurückgenommen. Das genau Gegenteil war am Dienstag im Spiel zwischen Paris St. Germain und Newcastle United der Fall, als eine Pariser Flanke zunächst an die Brust von Valentino Livramento und von dort aus an die Hand des Verteidigers prallte: Schiedsrichter Szymon Marciniak gab ursprünglich keinen Strafstoß und korrigierte seine Entscheidung nach einer Überprüfung.

Müller: "...das kannst du aber nicht"

Thomas Müller nutzte im Interview mit DAZN den Vergleich beider Elfmeter-Szenen, um seinem Ärger über die Handspielregel Luft zu machen. "Gestern wurde er nicht gepfiffen und dann gegeben, heute wird er gepfiffen und sie nimmt ihn zurück — das passt nicht", so der 34-Jährige: "Ich habe das Gefühl, dass die Regelhüter die Handregel objektivieren wollen, das kannst du aber nicht. Lass die Schiedsrichter weil beim Foul entscheiden: Ist es der Konsequenz eines Elfmeters würdig? Verhindere ich damit ein Tor oder eine Riesenvorlage? Gehe ich Richtung Eckfahne und kriege den Ball gegen die Hand?"

Müller fordert: "Lasst die Schiedsrichter subjektiv entscheiden"

Zugleich betonte der Routinier des FC Bayern, dass er als Referee bei der Szene zwischen Krätzig und Ankersen keinen Elfmeter gegeben hätte. Um zukünftigen VAR-Ärger zu vermeiden, gelte es dennoch, die Handspielregel zu Gunsten des Ermessensspielraums der Unparteiischen anzupassen. "Lasst die Schiedsrichter anhand von ein paar Kriterien subjektiv entscheiden", lautete Müllers Appell.

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Florian Bajus  
29.11.2023