Nur die "Quasi-Überrumpelung" störte den Weltmeister

Müller: "Persönlich nie ein Problem mit Löw"

Müller spielt seine letzten Länderspiele unter Löw. Foto: Imago
Müller spielt seine letzten Länderspiele unter Löw. Foto: Imago

'Radio Müller' läuft in diesen Tagen wieder in voller Lautstärke, wenn das DFB-Team auf dem Trainingsplatz steht oder ein Spiel absolviert. Die Rückkehr von Thomas Müller ins Nationalteam schien in den vergangenen Monaten zeitweise von staatstragender Bedeutung zu sein. Für den Angreifer des FC Bayern stand wohl nie in Frage, eine Einladung von Joachim Löw auszuschlagen.

"Wir sind beide mit dem Ziel hier, eine erfolgreiche EM zu spielen. Wir hatten persönlich nie ein Problem miteinander", erklärt der Weltmeister von 2014 gegenüber Sport Bild. Die Ausbootung von Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng im Frühjahr 2019 schlug hohe Wellen, zwischenmenschlich blieb dabei aber wohl nichts hängen. " Was mich damals einzig und allein gestört hat, war die Art und Weise der Bekanntgabe, die 'Quasi-Überrumpelung' und auch die vermeintliche Endgültigkeit der Entscheidung", sagt Müller im Rückblick.

"Diese Herausforderung auf jeden Fall annehmen"

Die Wieder-Annäherung erfolgte nach seiner Aussage über mehrere Gespräche mit dem Bundestrainer. "Für mich war immer klar, dass ich diese Herausforderung, noch einmal für Deutschland ein Turnier zu spielen, auf jeden Fall annehmen werde", betont Müller. Darunter versteht er auch, den schlechten Nachgeschmack der vergeigten WM 2018 in Russland wegzuwaschen. "Es geht dabei überhaupt nicht um Löw oder Müller. Es geht darum, wieder erfolgreich zu sein", so der Bayern-Star. An seinem Stammplatz in der ersten Elf gibt es sechs Tage vor dem Auftakt gegen Frankreich keinerlei Zweifel.

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Lars Pollmann  
09.06.2021