Bayern 2020 unschlagbar

Müller: "Haben mit unserer Rückrunde neue Maßstäbe gesetzt"

Müller holte zum zweiten Mal den Henkelpott. Foto: MATTHEW CHILDS/POOL/AFP via Getty Images
Müller holte zum zweiten Mal den Henkelpott. Foto: MATTHEW CHILDS/POOL/AFP via Getty Images

Der FC Bayern ist der folgerichtige Sieger der Champions League, weil er jedes einzelne Spiel im Wettbewerb für sich entschieden hat. Im Kalenderjahr 2020 haben die Münchner auch in der Bundesliga und im DFB-Pokal die Gegner aufgefressen. Thomas Müller erklärt, warum dies vor allem auf einem körperlichen Vorsprung beruht.

"Man muss schon sehen, dass wir da mit unserer Rückrunde neue Maßstäbe gesetzt haben", so der Weltmeister gegenüber Sport Bild. "Gerade in der Corona-Pause haben wir im physischen und im läuferischen Bereich sehr hart gearbeitet, auch im Cyber-Training." Dabei sammelten nicht alle Profis Muskelberge an wie Mittelfeldmann Leon Goretzka. Wohl aber schaffte sich die Bayern-Mannschaft eine beeindruckende Physis. "Unser Spiel hat eine Power bekommen, die sicher für unseren Stil steht", formuliert Müller.

"Wir wollen immer alles gewinnen"

Entsprechend war der Zug von Erfolg zu Erfolg mit Anstrengungen verbunden, die der Angreifer nun im Urlaub vergessen machen will. Danach stehen die Bayern aber wieder mit der großen Gier auf der Matte. "Wer mich und diese Mannschaft kennt, sollte wissen, wie es um unseren Hunger bestellt ist. Wir wollen immer alles gewinnen." Schon heute spricht Müller deshalb davon, den Erfolg in der Königsklasse verteidigen zu wollen. Dem Urgestein ist regelrecht anzumerken, wie er unter Hansi Flick aufgeblüht ist.

"Meine dominanteste Rolle"

"Auf jeden Fall habe ich meine dominanteste Rolle, seit ich bei Bayern spiele", schätzt Müller es selbst ein. "Für eine Führungsrolle, wie ich sie zuletzt ausüben durfte, ist es wichtig, dass dir der Trainer sein Vertrauen ausspricht. Das hat Hansi Flick getan. Der Rest ist Geschichte." Heute ist schwer vorstellbar, dass Vorgänger Niko Kovac nicht so recht auf Müller setzte und der sogar konkrete Abschiedsgedanken mit sich herum trug.

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Lars Pollmann  
26.08.2020