BVB

Moukoko-Poker: Weißer Rauch vor dem Augsburg-Spiel?

Moukoko wird aller Voraussicht nach in Dortmund bleiben. Foto: Getty Images
Moukoko wird aller Voraussicht nach in Dortmund bleiben. Foto: Getty Images

Der lange Vertragspoker um Youssoufa Moukoko geht bei Borussia Dortmund in diesen Tagen zuende. Nach monatelangem hin und her hat der Klub der Spielerseite die sprichwörtliche Pistole auf die Brust gesetzt. Von Sportdirektor Sebastian Kehl gab es ein klares Ultimatum. Offenbar hat die Taktik des Klubs gefruchtet.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge läuft nun doch alles darauf hinaus, dass der junge Stürmer seine mittelfristige Zukunft bei Borussia Dortmund angehen wird. Dies bekräftigt nun auch Sport1-Chefreporter Patrick Berger im Podcast 'Die Dortmund-Woche'. Wenn es nicht noch zu einer bemerkenswerten "Wende" in dieser Angelegenheit komme, sei im Verlauf der Woche mit der Vollzugsmeldung bei Moukoko zu rechnen. Die Verkündung sei definitiv vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg am Sonntag geplant.

Ultimatum zahlt sich aus

Kehl hatte zuletzt in einem Interview mit dem kicker betont, dass die Schwarzgelben die Angelegenheit vor dem Wiederbeginn des Pflichtspielbetriebs forcieren. "Youssoufa und seine Berater wissen, dass wir in dieser Woche eine Entscheidung erwarten, da wir das Thema vor dem ersten Spieltag geklärt haben wollen", so der Sportdirektor. Moukoko solle sich schließlich auf seine sportlichen Aufgaben konzentrieren können. Diese Haltung war durchaus mit einem Risiko verbunden, dessen sich der BVB bewusst war. "Youssoufa kann dieses Angebot nun annehmen und sich zu Borussia Dortmund bekennen – oder die Wege werden sich trennen", so das unmissverständliche Statement von Kehl.

Ruf des Geldes widerstanden

Nun scheint sich auszuzahlen, dass der Klub in dieser Personalie ein Machtwort gesprochen hat. Moukoko galt zu keinem Zeitpunkt als sonderlich wechselwillig, war sich um seinen hohen Marktwert als potenziell ablösefreier Spieler am Saisonende aber stets bewusst. Von anderen Vereinen, zuletzt etwa Newcastle United, wurde der 18-jährige WM-Fahrer mit hohen Summen gelockt. Allem Anschein nach hat sich Moukoko aber dagegen entschieden, in so jungen Jahren bereits zu wechseln. So dürfte der BVB vor dem Augsburg-Spiel den sprichwörtlichen weißen Rauch aufsteigen lassen. Der Stürmer ist am Sonntag für die Startelf vorgesehen, weil er klar die Nase vor Anthony Modeste hat und Sebastien Haller noch nicht so weit ist, von Beginn an in einem Pflichtspiel aufzulaufen.

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Lars Pollmann  
17.01.2023