Mitglied des WM-Kaders

Moukoko: "Ich habe es Edin Terzic zu verdanken"

Moukoko ist der jüngste Profi im deutschen Aufgebot. Foto: Getty Images
Moukoko ist der jüngste Profi im deutschen Aufgebot. Foto: Getty Images

Eine große Überraschung war es nicht mehr, was der DFB am Donnerstagmittag offiziell machte: Youssoufa Moukoko hat es in den deutschen Kader für die Winter-WM in Katar geschafft. Der noch 17 Jahre alte Stürmer von Borussia Dortmund hatte zuletzt das Momentum auf seiner Seite. Dennoch hat er nach eigener Aussage durchaus bange Augenblicke verlebt, bis die Nominierung perfekt wurde.

"Ich war zu Hause schon um 11:00 Uhr vorm Fernseher und habe gewartet, dass die Zeit vorbei geht. Die letzten zehn Minuten habe ich geschwitzt. Als ich am Ende meinen Namen gehört habe, das war unfassbar", erklärt der Jungstar des BVB beim TV-Sender Sky. Immerhin sei seine Karriere nicht immer nur steil nach oben gegangen, betont Moukoko. "Wenn man sieht, wo ich letztes Jahr war und wo ich jetzt bin, kann man sagen, es ist auch für mich überraschend, dass ich dabei bin."

"Ohne ihn weiß ich nicht, wo ich jetzt wäre"

Verletzungen und wohl auch ein nicht sonderlich ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zu Marco Rose hatten den Angreifer in der Vorsaison in Dortmund immer wieder zurückgehalten. Unter Edin Terzic haben sich die Geschicke für Moukoko deutlich zum Guten gewendet. "Ich habe es Edin zu verdanken, ohne ihn weiß ich nicht, wo ich jetzt wäre. Das letzte Jahr war sehr schwer zu verkraften vom Kopf her, und jetzt habe ich so ein Selbstbewusstsein durch das Training und die Spiele. Am Ende sieht man, Geduld zahlt sich aus und man sieht auch, was das Vertrauen des Trainers mit einem Spieler macht", betont Moukoko.

"Der Trainer kann sich auf mich verlassen"

Bei der WM ist wohl mit einer Joker-Rolle für den dann 18 Jahre alten Torjäger zu rechnen. "Ich bin dankbar, dabei zu sein, dass habe ich dem Bundestrainer auch mitgeteilt. Ob ich spiele oder nicht, werden wir sehen. Aber ich gebe Vollgas im Training und der Trainer kann sich auf mich verlassen", kündigt Moukoko "120 Prozent" Einsatz an, sollte er auf dem Platz stehen. Grundsätzlich bringt er sehr gesundes Selbstvertrauen mit zu seinen ersten Tagen bei der A-Nationalmannschaft: "Ich habe mich so entwickelt, dass ich mich auch als Spieler sehe, der der Mannschaft helfen kann."

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Lars Pollmann  
10.11.2022